Zofingen

Die «Stadtklima-Initiative Zofingen» ist gültig

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Zofingen,

Das Anliegen war am 10. Dezember 2025 bei der Stadtkanzlei Zofingen eingereicht worden. 562 gültige Unterschriften kamen zusammen, 420 waren nötig gewesen.

Stadt Zofingen
Stadt Zofingen - Nau.ch / Werner Rolli

Wie die Stadt Zofingen informiert, hat der Stadtrat Zofingen die «Stadtklima-Initiative» auf ihre rechtliche Zulässigkeit geprüft und erklärt sie als gültig zustande gekommen.

Das Anliegen wurde am 10. Dezember 2025 bei der Stadtkanzlei eingereicht. Insgesamt kamen 562 gültige Unterschriften zusammen – nötig waren 420 Unterschriften.

Die Initiative verlangt, dass der Zofinger Stadtrat ein Reglement zum Schutz der Bevölkerung vor den negativen Auswirkungen der Klimaveränderung erlässt.

Sie fordert wirksame Massnahmen zur Anpassung an den Klimawandel, insbesondere durch Entsiegelung, Begrünung sowie die Förderung von Bäumen, Wasser- und Grünstrukturen im öffentlichen Raum.

Initiative richtet sich an die falsche Instanz

Mit einer Volksinitiative kann in Zofingen ausschliesslich die Behandlung von Gegenständen verlangt werden, die in die Zuständigkeit der Stimmberechtigten oder des Einwohnerrats fallen. Nicht zulässig ist hingegen gemäss Gemeindeordnung, den Stadtrat mit der Erledigung von Anliegen zu beauftragen.

Die «Stadtklima-Initiative» richtet sich somit an die falsche Instanz. Der Einwohnerrat wiederum ist zwar für Reglemente zuständig, wie es die Initiative fordert, jedoch nur für Reglemente mit Gebühren – was im vorliegenden Fall nicht zutrifft.

Die formelle Zulässigkeit der Initiative kann deshalb einzig aus der Kompetenz des Einwohnerrats abgeleitet werden, «Vorschriften in Ausführung kantonaler Erlasse» festzulegen.

Stadtrat hat sich in rechtlicher Würdigung für grosszügige Interpretation entschieden

Es gibt zahlreiche übergeordnete Vorschriften, welche die Gemeinden dazu anhalten, wirksame Massnahmen zur Anpassunge an den Klimawandel vorzunehmen.

Der Stadtrat hat sich bei der rechtlichen Würdigung der «Stadtklima-Initiative» bewusst für eine grosszügige Interpretation entschieden. Der Grund ist, dass politische Anliegen auf politischem Weg entschieden werden sollen – und nicht auf dem Rechtsweg durch verschiedene Instanzen.

«Im Zweifel für das Volk», sagt Stadtpräsident André Kirchhofer: «Wichtiger als juristische Haarspaltereien ist eine differenzierte inhaltliche Debatte!»

In einem nächsten Schritt wird sich der Stadtrat inhaltlich mit der Initiative auseinandersetzen und sie dem Einwohnerrat zur Beschlussfassung vorlegen.

Kommentare

User #3438 (nicht angemeldet)

Tipp: Wenn der Wunsch nach einer Verbesserung der Lebensumgebung geäussert wird, ist es vielleicht gut, wenn die Gemeinde keine Entscheidungen über die Köpfe der Bevölkerung hinweg trifft, sondern beispielsweise einfach die Bevölkerung auffordert, Beispiele zu nennen, damit die Gemeinde ein konkretes Bild von den Wünschen erhält und auf der Grundlage dieser Wünsche eine Entscheidung trifft, anstatt (wahrscheinlich wieder) rein auf der Grundlage einer Kostenschätzung zu urteilen. Wenn Sie als Gemeinde attraktiv sein und die regionale Funktion ausbauen möchten, liegt die Verbesserung der Lebensqualität auch in Ihrem eigenen Interesse = positives Stadtmarketing. Saubere Luft und Grünflächen können Sie lokal organisieren!

User #3438 (nicht angemeldet)

Genaue Messungen ?? : Beginnen Sie damit, die Luftqualität zu den Stosszeiten an verschiedenen Orten zu messen. Interpolierte Luftqualitätsdaten aus Aarau, Baden und Schupfart für den gesamten Kanton sind vermutlich bei weitem nicht spezifisch genug! Der Kanton verweist übrigens auf einen Kurzzeit-Belastungs-Index (KBI) auf der Schweizer Website luftqualitaet ch. Wenn man sich auf Aargau und speziell auf die Region Zofingen (Oftringen und Rotrist) konzentriert, erhält man bereits einen (negativ) eindeutigen Hinweis für Zofingen. Eine deutlich hohe bis schlechte Luftqualität (gelb-rot) in der Umgebung von Autobahnen (heute Samstag) ab 6 Uhr. Und ab 12 Uhr in der gesamten Region Zofingen deutlich beeinträchtigte Luftqualität (gelb). Und rot im Südosten von Zofingen. Ich denke, dass es also wirklich berechtigte Gründe gibt, an einer Verbesserung der Lebensumwelt zu arbeiten. Die schlechte Umweltqualität hat also nichts mit China oder den USA zu tun, sondern einfach mit sehr lokalen hohen Emissionen und Freisetzungen von NO2 und PM10 (Ultrafeinstaub).

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