Die Standortförderung «House of Winterthur» soll 860'000 Franken pro Jahr erhalten. Neu soll der gebeutelte Tourismus angekurbelt werden.
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Bahnhof Winterthur. - Keystone

Die Winterthurer Standortförderung «House of Winterthur» soll für die kommenden vier Jahre 3,44 Millionen Franken erhalten, also 860'000 Franken pro Jahr. Dies beantragt der Stadtrat dem Gemeinderat. Die Ausrichtung der Standortförderung soll dabei leicht angepasst werden. Neue Unternehmen anzulocken steht nicht mehr im Fokus.

Trotz zwischenzeitlicher Turbulenzen habe sich die 2017 gegründete Organisation bewährt, teilte der Stadtrat am Freitag mit. Mit den «zwischenzeitlichen Turbulenzen» sind mehrere Kündigungen sowie schliesslich den Abgang des früheren Chefs Michael Domeisen gemeint.

Leistungsvereinbarung erneuern

Mittlerweile haben sich die Wogen aber geglättet und die Standortförderung kann sich auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren. Die Leistungsvereinbarung mit der Stadt läuft jedoch Ende Jahr aus, wie der Stadtrat weiter schreibt.

Diese soll, wie die finanziellen Beiträge auch, erneuert werden. Allerdings in leicht angepasster Form: Statt wie bisher zu versuchen, neue Unternehmen nach Winterthur zu locken, was sich als schwierig erwiesen hat, soll sich das «House of Winterthur» nun den bereits ansässigen Arbeitgebern widmen.

Diese sollen beim Wachstum unterstützt werden, was ebenfalls neue Arbeitsplätze generieren soll.

Tourismus als Ziel

Als neues Fokusthema der Standortförderung nennt der Stadtrat zudem die Wiederankurbelung des Tourismus nach der Corona-Pandemie. Ziel ist es, die Zahl der Aufenthalte und Übernachtungen zu steigern.

Auch eine noch stärkere Verbindung zwischen ZHAW und Stadt wünscht sich der Stadtrat, dazu eine bessere Vernetzung zwischen Wirtschaft und Bildungsinstitutionen. Über die 3,44 Millionen Franken für das «House of Winterthur» und den neuen Leistungsauftrag muss nun das Stadtparlament entscheiden.

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