Die Stadt Winterthur hat die Werkbeiträge 2021 in der Sparte Literatur vergeben. Die Kommission wählte die Projekte von Dusek, Graf, Rihs und Toggenburger aus.
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Die Stadt Winterthur ZH. - Pixabay

Die Stadt Winterthur hat die diesjährigen Werkbeiträge in der Sparte Literatur vergeben. Die Literaturkommission wählte aus den eingegangenen Bewerbungen die Projekte von Dominik Dusek, Roman Graf, Raffael Rihs und Julia Toggenburger aus.

Die Vergabe von Werkbeiträgen hat zum Ziel, das Schaffen von Winterthurer Autorinnen und Autoren zu fördern. Mit Werkbeiträgen werden ausgewählte Literaturprojekte gefördert, die zwar noch im Entstehen sind, von denen jedoch bereits greifbare Ergebnisse vorliegen.

Zum Wettbewerb zugelassen sind alle literarischen Formen. Die Ausschreibung 2021 stiess auf ein erfreuliches Echo: Sechzehn Autorinnen und Autoren bewarben sich mit einem Beitrag.

Die Palette der eingereichten Projekte reichte dabei vom Jugendbuch und Comic über Gedichte bis hin zu Romanen. Die Literaturkommission der Stadt Winterthur hat die Eingaben juriert und folgende vier Projekte mit einem Werkbeitrag von je 5000 Franken ausgezeichnet.

Dominik Dusek Projekt «Pap Tau» konnte mit schrägem Humor überzeugen

Duseks Romanprojekt «Pap Tau» überzeugt durch seinen schrägen Humor und den spannungsreichen inhaltlichen Bezug zur Stadt Winterthur. Der Autor verfügt über sehr viel Fantasie und erzählt auf erfrischende, lebendige und unkonventionelle Weise.

Durch den hohen Anteil an Dialogen erhält der Text einen ganz eigenen, hörspielartigen Charakter. Die Kommission möchte mit dem Werkbeitrag Duseks kontinuierliches Schaffen unterstützen.

Roman Grafs Projekt «Leben ohne Folgen» verbindet Situationskomik mit Philosophie

Graf verfügt über einen umfassenden Leistungsausweis und eine ganz eigene Handschrift. Der vorliegende Text ist vielschichtig und dicht, die Sprache kunstvoll und virtuos. Der Autor verbindet Situationskomik gekonnt mit philosophischen Elementen.

Die Hauptfigur ist in ihrer Skurrilität sehr überzeugend gezeichnet, auch die Themenwahl ist spannend und aktuell. Die Kommission möchte mit dem Werkbeitrag diesen nächsten wichtigen Schritt im bereits international anerkannten Schaffen Grafs unterstützen.

Raffael Rihs Projekt «Die Flügel der Anderen» erzählt von fragilem Lebensgefühl

Rihs ist ein talentierter und engagierter Autor, der bereits seit einiger Zeit sehr ernsthaft am vorliegenden Projekt arbeitet. Das Anliegen des Autors und die Dringlichkeit sind deutlich spürbar.

Anhand des vielschichtig und sympathisch gezeichneten Protagonisten wird die Geschichte einer jüngeren Generation glaubhaft erzählt und ein fragiles Lebensgefühl authentisch vermittelt. Die Kommission möchte diesen vielversprechenden Autor mit dem Werkbeitrag in seinem weiteren Schreiben unterstützen.

Julia Toggenburgers Projekt «der luchs steht am ufer und wartet» überzeugt mit Poesie

Toggenburger verfolgt in ihrem Schreiben mutig und entschlossen einen eigenen, experimentellen Stil. Ihre Texte sind vielfältig und vielschichtig, kraftvoll und präzis und zeugen von einem bestechenden Sprachgefühl.

Toggenburgers Sprache ist poetisch und verdichtet, die Sprachbilder sind anregend und verspielt. Die Kommission möchte die Autorin mit dem Werkbeitrag in ihrem Schaffen unterstützen und ermutigen, den eingeschlagenen Weg weiterzuverfolgen.

Winterthur vergibt Werkbeiträge zwischen 5000 und 10 000 Franken

Die Werkbeiträge Literatur der Stadt Winterthur werden alle zwei Jahre öffentlich ausgeschrieben. Die diesjährige Ausschreibung erfolgte im Februar.

Teilnahmeberechtigt waren Autorinnen und Autoren, die seit mindestens drei Jahren in Winterthur wohnen oder deren künstlerischer Hauptwirkungsort seit mindestens drei Jahren Winterthur ist.

Die Jurierung anhand von Textproben des geplanten Projekts erfolgte durch die städtische Literaturkommission. Im Rahmen des Wettbewerbs werden jeweils Werkbeiträge zwischen 5000 und 10 000 Franken vergeben. Die Anzahl der Werkbeiträge liegt im Ermessen der Jury.

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