Stadt Winterthur lässt Tempo 30 im Breite-Vogelsang-Quartier prüfen
Wie die Stadt Winterthur mitteilt, fordert die «IG Lebensraum Breite-Vogelsang» Tempo 30 im Quartier. Der Stadtrat hat ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben.

Am 13. Juni 2022 reichte die «IG Lebensraum Breite-Vogelsang» dem Stadtrat die Petition «Mehr Sicherheit, mehr Lärmschutz. Tempo 30 im Breite-Vogelsang-Quartier jetzt!» ein.
Die Breitestrasse und die Untere Vogelsangstrasse führen vorwiegend durch die Wohnquartiere der Gebiete Heiligberg und Deutweg beziehungsweise durch das Quartier Breite und Vogelsang.
Die beiden Strassen weisen heute eine Verkehrsbelastung von täglich 13'000 bis 16'000 Fahrzeugen auf.
Auf der Unteren Vogelsangstrasse nördlich der Storchenbrücke sind es täglich rund 5000 bis 6000 Fahrzeuge.
Tempo-30-Gutachten wird erstellt
Der Anteil des Durchgangsverkehrs zwischen Storchenbrücke und Zwingliplatz beträgt rund 60 Prozent (rund 8000 Fahrzeuge pro Tag).
Der Stadtrat nimmt die Forderungen der «IG Lebensraum Breite-Vogelsang» ernst.
Er beauftragt entsprechend dem «Zielbild Temporegime» das Tiefbauamt, ein Tempo-30-Gutachten für die Breitestrasse und den Unteren Deutweg zu erstellen.
Flächendeckende Umsetzung geplant
Obschon bereits im Jahr 2018 eine verkehrliche Beurteilung der Unteren Vogelsangstrasse vorgenommen wurde, soll das Tempo-30-Gutachten auch die gesamte Untere Vogelsangstrasse einbeziehen.
Dies unter anderem, um einen Flickenteppich von verschiedenen Temporegimes zu vermeiden.
Das Verkehrsgutachten soll bis Ende 2023 vorliegen.
Weitere Forderungen der Petition
Mit der Petition werden weitere Forderungen gestellt, so etwa lange Grünzeiten auf Fussgängerstreifen an gefährlichen Stellen.
Bereits umgesetzt hat das Tiefbauamt längere Grünzeiten über die Streifen an der Lichtsignalanlage Storchenbrücke.
Die neue Anlage entspricht dem aktuellen Stand der Technik. Die Verkehrssicherheit ist für alle Verkehrsteilnehmende nach den aktuellen Normen gewährleistet.
Weitere Anpassungen zugunsten des Fussverkehrs sind aufgrund des heutigen Verkehrsaufkommens nicht machbar.
Schulweghilfen werden eingesetzt
Das Tiefbauamt wird deshalb keine weiteren Anpassungen an der Lichtsignalanlage vornehmen.
Die Forderung nach Schulweghilfen wurde beurteilt. Neu werden Schulweghilfen am Streifen für Fussgänger an der Kreuzung Breite- und Jonas-Furrer-Strasse und am Streifen Wylandbrücke und Untere Vogelsangstrasse eingesetzt.
Der Forderung für eine sichere Lösung für Velofahrende – zum Beispiel mittels durchgängiger Velostreifen in beiden Richtungen auf der Breitestrasse – wird im Rahmen des Strassenprojektes Breitestrasse untersucht.
Der Einbau von lärmarmen Strassenbelägen auf der Breitestrasse ist ebenfalls im Strassenprojekt vorgesehen.
Durchfahrtsverbot für Lastwagen wurde ausgeweitet
An der Unteren Vogelsangstrasse zwischen Storchenbrücke und Technikumstrasse steht keine Strassensanierung an.
Daher ist dort bis auf Weiteres kein lärmarmer Strassenbelag vorgesehen.
Ein Durchfahrtsverbot für Lastwagen, Motorräder, Traktoren und Anhänger (mit Ausnahme für Zubringende, Anwohnende und Besuchende) ist für die Breitestrasse bereits mehrheitlich umgesetzt.
Das Durchfahrtsverbot für Lastwagen ist rechtskräftig und wurde auf die Seitenstrassen ausgeweitet.
Regelmässige Geschwindigkeitskontrollen
Auf zusätzliche Verbote für Motorräder auf der Breite- und auf der Unteren Vogelsangstrasse sowie auf eine zeitliche Beschränkung des Durchgangsverkehrs von 19 bis 6 Uhr sowie am Wochenende auf der Breitestrasse verzichtet der Stadtrat aus rechtlichen Gründen, weil die Breitestrasse eine kantonale Hauptverkehrsstrasse ist.
Hinsichtlich Geschwindigkeitskontrollen hat die Stadtpolizei an der Breitestrasse ein stationäres Gerät zur Geschwindigkeitsüberwachung installiert.
Zudem finden regelmässig zusätzliche ergänzende Geschwindigkeitskontrollen im Umfeld statt.
Der Stadtrat schlägt der «IG Lebensraum Breite-Vogelsang» und dem Quartierverein Breite-Vogelsang einen regelmässigen Austausch zu Verkehrsfragen mit dem Departement Bau vor.






