Wie der Verein Pfadi Winterthur schreibt, startet am 1. September 2022 mit dem Spiel gegen den HC Kriens-Luzern die Meisterschaftsrunde 2022/23.
Handball (Symbolbild)
Handball (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/AP/HERIBERT PROEPPER
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Der Auftakt hat es entsprechend in sich. Der Hype rund um Andy Schmid und seinen HC Kriens-Luzern scheint über die Handballgemeinde hinaus allgegenwärtig – die Testspiele waren ausverkauft, das erste Saisonspiel wird es ebenfalls sein.

Mit den Zielen und Ambitionen geht eine hohe Erwartungshaltung einher. Wohl zurecht, denn neben einem der einflussreichsten Einzelspieler des Jahrhunderts sind auch die weiteren Neuzugänge allesamt hochkarätig.

Zeit werden sie ebenso brauchen, wie alle weiteren QHL-Teams. Dies unterstreicht auch Cheftrainer Goran Cvetkovic bezogen auf seine Mannschaft, die nach acht Abgängen vier externe Neuzugänge sowie vier Eigengewächse zu integrieren hat. Neben dem Feld ist dieser Prozess bereits weit vorangeschritten – die Teamchemie ist beneidenswert. Darauf erschwerten die Gesundheitszustände aber leider jedoch ein wunschgemässes Einspielen.

Das Ziel ist eine optimale Ausgangslage für die Playoffs zu schaffen

Die Abwehr, sie ist um die namhafte, erfahrene Achse bestehend aus Weltstar Viran Morros und Rückhalt Admir Ahmetasevic als Schlüsselfiguren aufgebaut. Deren Stabilität wird viel zur Effizienz des Tempospiels beitragen. Und offensiv bereichern Kreisläufer Eduardo Mendonça sowie Arsenije Dragasevic die Variabilität des Spiels mit Masse, Klasse und Wurfkraft. Für die Ordnung im Wirken wird Captain Kevin Jud mit all seiner Erfahrung sorgen.

In den 27 Spielen der Hauptrunde geht es bis im April 2023 darum, eine optimale Ausgangslage für die Playoffs zu schaffen. Das Zauberwort «Heimvorteil» ist dabei aufgrund der letztjährigen Erfahrung allgegenwärtig.

Die Liga ist stark, der Grat ist schmal. Die neu eingeführten Regeln geben dabei im Spiel selber weniger Zeit. Vier anstatt sechs Pässe im Zeitspiel sowie die Beschleunigung des Anspiels durch die Einführung der Anwurfzone werden das Spiel schneller machen. Hinzu kommt die Ahndung von Kopftreffern an den Torhütern mit einer Zwei-Minuten-Strafe.

Zehn Teams für acht Playoff-Plätze

Goran Cvetkovic blickt auf die «wohl stärkste Liga seit zehn Jahren». Die Heimstärke ist dabei ligaweit gegeben, die Liga hat aufgerüstet, der Aufsteiger aus Kreuzlingen ist nicht zu unterschätzen. Und neben dem HC Kriens-Luzern hat auch der Cupsieger GC Amicitia Zürich viel Qualität eingekauft. Selbstredend vorne anzutreffen werden die Kadetten Schaffhausen sein, die auch in der EHF European Handball League hohe Ziele verfolgen.

Die Verteilung der acht Playoff-Plätze, sie ist offener denn je – vor allem wer sich nach Abschluss der Hauptrunde auf welchem Rang befinden wird, ist spannend und entscheidend. SRF-Experte Manuel Liniger schätzt Pfadi Winterthur dabei in der Saisonvorschau des Fachmagazins «handballworld» als «Wundertüte» ein.

Jung, hungrig, leidenschaftlich und ambitioniert wird das Team traditionell auftreten, mit verinnerlichter, gelebter Pfadi-DNA. Es wird so den Hype, der rund um den Schweizer Handball herrscht, nähren.

Beginnend am Donnerstag, 1. September 2022, um 19.30 Uhr in Krauerhalle gegen den HC Kriens-Luzern, in Meisterschaft, Schweizer Cup und EHF European Cup. Bis im Juni 2023 in Richtung weiterer Erfolge.

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