Wie die Stadt Winterthur mitteilt, wurde im Jahr 2000 das Jugendberatungsangebot Jump gegründet, um Jugendliche auf dem Weg ins Erwachsenenleben zu begleiten.
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Winterthur - Keystone
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Der Übergang von der Schule ins Berufs- und Erwachsenenleben ist für Jugendliche ein grosser Schritt, der manchmal nicht ganz einfach ist. Persönliche, soziale, familiäre oder schulische Schwierigkeiten können die berufliche und soziale Integration oder den Verbleib in der Schule gefährden.

Vor 22 Jahren wurde deshalb das sozialpädagogische Projekt Jump (für Jungen) und Jumpina (für Mädchen) gestartet und schnell als reguläres Betreuungs- und Beratungsangebot eingeführt.

Persönliche Beratungsgespräche und gemeinsamer Mittagstisch

Jump und Jumpina bieten Jugendlichen zwischen 13 und 18 Jahren eine niederschwellige, intensive Begleitung durch Krisen und belastende Lebenssituationen.

Die Angebote unterstützen die Jugendlichen darin, ihr Verhalten und ihre Leistung in der Schule zu verbessern und vermitteln bei Konflikten, um sicherzustellen, dass Jugendliche weiterhin im Schulsystem bleiben oder wieder integriert werden, und vermeiden somit Schulabbrüche.

Auch beim Übergang ins Berufsleben unterstützen die Teams von Jump und Jumpina, indem die Sozialarbeitenden gemeinsam mit den Jugendlichen konkrete Lösungen zur Integration ins Berufsleben entwickeln.

Sie führen dabei regelmässige Beratungsgespräche über einen längeren Zeitraum durch und helfen bei der Lehrstellensuche. Daneben bieten sowohl Jump als auch Jumpina einmal pro Woche einen Mittagstisch an, an dem sich die Jugendlichen untereinander austauschen können.

1131 Begleitungen in 22 Jahren

In den letzten 22 Jahren wurden 1131 Jugendliche begleitet, davon fanden über 40 Prozent einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz, über ein Viertel blieb ein weiteres Jahr in der Schule und ein weiterer Viertel fand Anschluss in einem Brückenangebot.

Bei knapp sechs Prozent der Jugendlichen wurde die Zusammenarbeit mit Jump und Jumpina durch einen Wegzug oder eine Fremdplatzierung unterbrochen und nur bei drei Prozent der Jugendlichen konnte keine Anschlusslösung gefunden werden.