HCR fegt Tigers Langnau aus den Playoffs
Der HC Rychenberg Winterthur besiegt die Tigers Langnau auch im vierten Spiel und zieht mit einem klaren 4:0 in der Serie souverän in den Playoff-Halbfinal ein.

Wie der HC Rychenberg mitteilt, qualifiziert sich das Team mit dem vierten Sieg im vierten Spiel gegen die Tigers Langnau für die Play-Off-Halbfinals. Auch im zweiten Heimspiel in der Axa-Arena zeigte das Team beim 9:7-Erfolg grosse taktische Disziplin.
Für den HC Rychenberg ist dies die erste Halbfinalqualifikation seit drei Jahren. Wer vor der Viertelfinalserie darauf gewettet hätte, dass die Winterthurer die Emmentaler, in der Regular Season immerhin stets in den Top-drei der Tabelle, gleich mit einem sogenannten «Sweep», einem zu-Null-Sieg, raushauen würden, der hätte mit Sicherheit einen satten Gewinn erwirtschaftet.
Die Vorzeichen für den Quali-7. Rychenberg standen nämlich vermeintlich nicht allzu gut. Headcoach Philippe Soutter sprach im Vorfeld von einer «Rumpelsaison», welche sein Team hingelegt hätte.
Tempowechsel setzen die Tigers unter Druck
Doch aufmerksame Beobachter dürften bereits beim letzten Match der regulären Spielzeit, beim Auswärtssieg in Köniz, festgestellt haben, dass das Spiel der Winterthurer an Substanz und Stabilität gewonnen hatte. Und dieser Trend setzte sich nun in den Play-Offs nochmals deutlich fort.
Auch im vierten Spiel in der mit über 1500 Zuschauern erneut gut gefüllten Axa-Arena änderte sich an der taktischen Auslegeordnung der beiden Teams nicht viel. Erneut gelang es dem HCR durch deutliche Rhythmuswechsel die Langnauer zur Verzweiflung zu bringen.
Die Berner gelten als ausgesprochen dynamische, kampfstarke Mannschaft. In allen vier Spielen hatten sie grosse Mühe bei den bewusst eingestreuten, eiskalten Tempoverschleppungen des HCR ihr Vollgastemperament zu zügeln.
Und wenn dann der HCR plötzlich Gas gab, dann brannte es in der Tigers-Hintermannschaft oft lichterloh. Die blitzschnellen Vorstösse von Nico Mutter und Levin Conrad zur 2:0-Führung waren der beste Beweis dazu.
Gegentore wecken kurz Unsicherheit
Nach diesem Muster baute der HCR bis zur Mitte der Spielzeit in der Folge seine Führung zu einem 4:0 aus und die Tigers liessen in dieser Spielphase bereits etwas die Köpfe hängen. Doch da die Heimmannschaft in der Folge einige hochkarätige Chancen ausliess, schöpfte der Gegner wieder neuen Mut und nach zwei schnellen Gegentoren schlich sich beim HCR für kurze Zeit doch auch wieder etwas Unsicherheit ein.
Doch in solchen Momenten helfen Tore: und wie immer in der ganzen Serie schoss der HCR diese im richtigen Moment. Begünstigt auch durch Strafen der nun wieder ungeduldiger werdenden Emmentaler trafen Nico Mutter nochmals, Levin Conrad weitere zweimal, Manu Maurer, Dani Jaaranen und zum Dessert Noah Püntener zum 9:7-Schlussresultat, welches von der elektrisierten Zuschauermenge mit einer Standing Ovation quittiert wurde.
Teamgeist als Schlüssel zum Erfolg
Was neben der grossen taktischen Disziplin beim HCR am deutlichsten auffiel, war der enge Zusammenhalt, der Fighting Spirit des Teams. Etwas, was in dieser Zeit auch lange etwas gefehlt hatte, gelingt dem Team nun bestens zur Geltung zu bringen.
Und dies trotz dem Verletzungspech der Mannschaft, welche in den letzten vier Spielen in jedem Match einen Leistungsträger verletzungsbedingt verloren hatte. Während bei Almiro Stüdeli und Loïc Ammann das Saisonende leider bereits feststeht, dürfte die nun dank der nun nach dem vorzeitigen Ende der Serie anstehende Pause bei Kimmo Reich und Kimo Oesch helfen bis zum voraussichtlichen Start der Best-of-7 Halbfinals am 4. April wieder komplett fit zu werden.










