HC Rychenberg-Winterthur

HC Rychenberg Winterthur schreibt Geschichte

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Winterthur Stadt,

Der HC Rychenberg Winterthur krönt sich in Fribourg erstmals zum Schweizermeister und schlägt Titelverteidiger Zug United nach Penalties mit 5:4 im Superfinal.

HC Rychenberg Winterthur
Der HC Rychenberg Winterthur ist ein Schweizer Unihockeyverein aus Winterthur. Er trägt seine Heimspiele in der AXA-Arena aus. - Markus Aeschimann/ Grafik Nau.ch

Wie der HC Rychenberg Winterthur mitteilt, ist der HCR Schweizermeister 2026. Zum ersten Mal wird der traditionsreichste Schweizer Unihockeyverein auch nationaler Champion. Der Erfolg kommt nach einer mässig erfolgreichen Regular Season eher unerwartet. Doch er ist dadurch auch umso schöner. Der HCR schlägt in der Fribourger BCF-Arena Titelverteidiger Zug United nach Penalties mit 5:4.

Knapp 9000 Zuschauer im Fribourger Eishockeypalast BCF-Arena wurden am Samstagabend Zeugen eines kleinen Wunders. Der HC Rychenberg schlug dort in einer hoch dramatisch endenden Partie Vorjahresmeister Zug United im Penaltyschiessen. Von den Zuger Topstars verstolperten mit Ausnahme des nach einer Verletzung ohnehin auch bereits humpelnden Sami Johansson sämtliche Superstars.

Oder scheiterten an HCR-Goalie Eric Kunz. Dieser junge Mann, eigentlich noch U21-Junior, der notabene bereits in allen vorherigen Playoff-Spielen eine prägende Figur war und die gegnerischen Stürmer reihenweise zur Verzweiflung trieb oder, wie in Fribourg im Fall des Zuger Verteidiger-Rauhbeins Robin Nilsberth, ins Tal der Tränen stürzte, erwies sich einmal mehr als Teufelskerl.

Zug dreht auf und macht aus 0:4 ein 4:4

Dieser vergebene Penalty nämlich war es, der dem HCR das Gold bescherte. Denn vorher hatten für die Gelben Levin Conrad und Tobi Studer eingelocht und dies bedeutete die Entscheidung in einem nervenaufreibenden Superfinale. Bis zur Spielmitte hatte sich der HCR noch eine vermeintlich sichere und verdiente 4:0-Führung erspielt.

Erspielt, nicht erarbeitet. Und hatte zusätzlich noch weitere klare Torchancen. Die Zuger schienen von der explosiven Spielfreude der Winterthurer wie gelähmt. «Aber es war uns völlig klar», dozierte Trainer Tero Kotilainen nach dem Spiel, «es wäre naiv gewesen zu glauben, dass dies bei der Klasse der gegnerischen Skandinavier eine Vorentscheidung war».

Und tatsächlich nutzte die prachtvolle Zuger Söldnerfraktion kurz vor Ende des Mitteldrittels zwei nicht vorhandene Chancen, um dem HCR vor dem Pausentee zu zeigen, dass sie die Flinte noch nicht ins Korn werfen wollten.

Vor allem Justus Kainulainens Backhandhammer würde jedes Lehrvideo in Sachen Schusstechnik aufwerten. Doch das (nur) scheinbare Drama für den HCR begann dann in den ersten Minuten des Schlussdrittels. Innert fünf Minuten glichen Zugs Schweden und Finnen den Match zum 4:4 aus.

HCR schreibt Geschichte und gewinnt den Superfinal

Damit wurden alle Zuger Treffer, sowie sämtliche Assistpässe, ausschliesslich von den Topstar-Söldnern erzielt. Dies wiederum dokumentiert einerseits die Klasse dieser Cracks. Andererseits aber auch, wie sehr die Innerschweizer auf diese Spieler angewiesen sind, wenn es um Ruhm und Ehre geht.

Beim HCR seinerseits schossen neben Defensestar Johan Larsson, der unvergleichliche Doppeltorschütze Noah Püntener und erneut der 18jährige Julian Egli, nachdem er dem Zuger Superstar Albin Sjögren respektlos den Ball abgeluchst hatte, die Tore zu diesem 4:4, welches auch nach der Verlängerung noch Bestand hatte. Weshalb es dann zum erwähnten Penaltydrama kam.

Damit wird nun im Büro des rührigen und so engagierten HCR-Geschäftsführers Mario Kradolfer für zwölf Monate der wichtigste Pokal im Schweizer Unihockeysports stehen. Das kleine Wunder ist vollbracht, oder wie es Tero Kotilainen poetisch ausdrückte, der Rychenberger Sieg sei «written in heaven», so der ab sofort neue Headcoach des HC Rychenberg Winterthur als Titelverteidiger und Champions-Cup-Teilnehmer der Saison 2026/2027.

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