Wassersparen gilt weiter: Warum Brunnen trotzdem sprudeln
Trotz Wassersparaufruf fliessen in der Stadt Willisau die Brunnen weiter. Der Grund: Sie nutzen separates Quellwasser, das nicht ins Trinkwassernetz passt.

Die anhaltende Trockenheit macht es erforderlich, die bereits angeordneten Wassersparmassnahmen bis auf Weiteres aufrechtzuerhalten, teilt die Stadt Willisau mit. Die Bevölkerung wird gebeten, auch weiterhin bewusst und sparsam mit Wasser umzugehen.
Jede eingesparte Wassermenge trägt dazu bei, die Trinkwasserversorgung zu entlasten. Die Massnahmen bleiben bis auf Weiteres in Kraft und können erst nach ergiebigen Niederschlägen aufgehoben werden.
Warum fliessen die öffentlichen Brunnen weiterhin?
Die öffentlichen Brunnen in der Altstadt stehen im Eigentum der Stadt Willisau. Die Brunnen im Bereich Vorstadt/Silbergass gehören der Brunnengenossenschaft Mohrenhügel. Diese Brunnen werden nicht mit Trinkwasser aus der öffentlichen Wasserversorgung gespeist, sondern mit Wasser aus separaten Quellen im Gebiet Schlosshügel/Schlossrain.
Das Quellwasser fliesst nach der Nutzung über die Meteorwasserleitungen in die Gewässer ab. Zudem verwendet der Werkdienst dieses Wasser zur Bewässerung der Blumenanlagen.
Eine Einspeisung des Quellwassers in die öffentliche Trinkwasserversorgung ist jedoch nicht möglich. Die Quellfassungen und die dazugehörigen Anlagen erfüllen nicht die gleichen sicherheitstechnischen Anforderungen wie die öffentliche Wasserversorgung. Eine Nutzung des Quellwassers im Trinkwassernetz ist deshalb nicht zulässig.
Öffentliche Brunnen bleiben in Betrieb
Aus diesen Gründen bleiben die öffentlichen Brunnen trotz der geltenden Wassersparmassnahmen weiterhin in Betrieb. Ihr Betrieb hat keinen Einfluss auf die öffentliche Trinkwasserversorgung und steht nicht im Widerspruch zu den angeordneten Sparmassnahmen.










