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Frauenfeld baut Nachbarschaftshilfe aus

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91 Freiwillige leisteten 2025 über 1200 Stunden Hilfe. Eine neue Fachstelle soll das Angebot in Frauenfeld weiter stärken und ausbauen.

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Der Bahnhof in Frauenfeld. (Archivbild) - Nau.ch / Miriam Danielsson

Wie die Stadt Frauenfeld mitteilt, reichen die Wurzeln der organisierten Nachbarschaftshilfe zurück ins Jahr 2013: Im Rahmen des Frauenfelder Alterskonzepts entstand ein Jahr später das Projekt AWIQ – «Älter werden im Quartier». Ein Teilprojekt daraus beschäftigte sich mit dem Aufbau einer organisierten Nachbarschaftshilfe (NBH), die 2016 im Kurzdorf ihren Betrieb aufnahm.

Nach diesem Modell entstanden in den folgenden Jahren weitere quartierbezogene Nachbarschaftshilfen: Ergaten-Talbach startete 2019, Huben 2021. Alle Angebote basieren auf Freiwilligenarbeit. Trägerverein der Nachbarschaftshilfe ist der DaFa – Dachverband für Freiwilligenarbeit Frauenfeld.

Im Jahr 2025 leisteten 91 Freiwillige während 908 Einsätzen insgesamt 1282 Stunden Nachbarschaftshilfe. Die drei Vermittlungsstellen in den Quartieren bestehen jeweils aus vier bis fünf freiwilligen Mitgliedern. Sie sind von Montag bis Freitag erreichbar und koordinieren die Einsätze.

Mithilfe eines computergestützten Tools wird passende Unterstützung für eingehende Anfragen vermittelt. Das Angebot umfasst kurzfristige Hilfeleistungen wie kleine Handreichungen in Haus und Garten, Einkaufshilfen oder Begleitdienste. Auch der regelmässige Besuchsdienst wird rege genutzt.

Fachstelle koordiniert Nachbarschaftshilfe

An der Mitgliederversammlung des DaFa im April 2025 informierte Präsident Ruedi Huber über das Projekt zur Reorganisation der Nachbarschaftshilfe. Nach der klaren Zustimmung der Mitglieder konnte das erste Teilziel umgesetzt werden: Mit Isabella Pedicillo wurde erstmals eine zentrale Fachstelle geschaffen, die als Anlaufstelle für die Nachbarschaftshilfe dient.

Sie leitet die drei Vermittlungsstellen, pflegt den Austausch mit verschiedenen Netzwerken und arbeitet eng mit der Steuergruppe bestehend aus Jürg Rietmann, Heinz Wiederkehr und Verena Rieser-Santo zusammen.

Weitere Ziele des Projekts sind, die Nachbarschaftshilfe bekannter zu machen, Hemmschwellen für Anfragen abzubauen, die Anzahl Einsätze zu erhöhen und das Angebot auf alle acht Quartiere der Stadt auszuweiten.

Dazu hat die Fachstelle bereits den Kontakt mit sämtlichen Quartiervereinen aufgenommen. Die Projektziele sind auf drei Jahre ausgelegt und im Bericht «Optimierung Betriebskonzept» festgehalten.

Finanzierung langfristig sichern

Langfristig soll zudem die Finanzierung der Nachbarschaftshilfe nachhaltig gesichert werden. Für das Projekt konnten bereits namhafte Sponsoren gewonnen werden.

Auch die Stadt Frauenfeld unterstützt das Vorhaben mit einer Defizitgarantie. Die Suche nach weiteren Sponsoren und Finanzierungsmöglichkeiten wird fortgeführt.

Die Nachbarschaftshilfe leistet einen wertvollen Beitrag zum generationenübergreifenden Zusammenleben in den Quartieren und stärkt die Lebensqualität in der Stadt Frauenfeld. Die NBH ist ein Angebot für alle – ganz im Sinne von: Mitenand – fürenand.

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