Zehn Jahre Schulsport: Vom Kleinprojekt zum Rekordangebot
Seit zehn Jahren fördert Uster die Bewegung von Kindern. Dank gezielter Kurse konnte dabei insbesondere der Mädchenanteil auf fast 50 Prozent gesteigert werden.

Wie die Stadt Uster berichtet, profitieren seit zehn Jahren Kinder und Jugendliche in der Stadt vom umfangreichen Angebot des freiwilligen Schulsports. Zum vergangenen Jubiläumssemester bot der freiwillige Schulsport so viele Kurse an, wie noch nie zuvor. Es nahmen über 1000 Kinder und Jugendliche teil und somit war es eines der grössten Schulsport-Angebote des Kantons Zürich.
Der freiwillige Schulsport richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Kindergarten- und Primarschulstufe. Das Angebot bildet eine Brücke zwischen Schul- und Vereinssport. Alle Kurse finden am späten Nachmittag nach Schulschluss statt.
Ziel ist es, möglichst viele Kinder und Jugendliche für Bewegung zu begeistern und ihnen einen einfachen Zugang zu verschiedenen Sportarten und Vereinen zu ermöglichen.
Entwicklung des Angebots
Initiiert wurde der freiwillige Schulsport Uster von Beat Berger, dem ehemaligen Leiter des Geschäftsfelds Sports. Begonnen hat alles im Jahr 2016 mit 10 Kursen an vier Standorten. Heute umfasst das Angebot 83 Kurse in 32 verschiedenen Sportarten an 12 Standorten.
Auch die Zahl der Kursleitenden ist gewachsen. Erfahrungen aus früheren Kursen haben geholfen, das Angebot weiter auszubauen und die Zahl der Teilnehmenden fast jedes Semester zu erhöhen.
Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist die Zusammenarbeit mit den Vereinen. Viele Kursleitende sind gleichzeitig selbst in Ustermer Vereinen engagiert und nutzen den freiwilligen Schulsport, um Kinder für ihre Sportarten zu begeistern und machen dabei auch auf ihre Vereine aufmerksam. Der freiwillige Schulsport ist ein Ort, um Neues auszuprobieren, Freude zu erleben und Erfolgsmomente zu sammeln.
Der freiwillige Schulsport fördert die Gesundheit
«Regelmässige Bewegung verbessert nicht nur Koordination, Kraft und Ausdauer, sondern verbessert auch Konzentration und Kognition, was beim Lernen hilft.», sagt Jan Hochuli, Leiter Sportangebote der Stadt Uster.
Wissenschaftliche Studien zeigten, dass Sport den Schlaf verbessern, die Stimmung heben, das Immunsystem stärken und Stress reduzieren kann. «Ausserdem können Kinder und Jugendliche beim Sport Flow-Momente erleben und dabei Hausaufgaben, Soziale Medien und Alltagssorgen vergessen.», so Hochuli.
Gesteigerter Mädchenanteil
Um Gleichstellung und Chancengleichheit zu fördern, wurden gezielt Kurse angeboten, die Mädchen ansprechen. Auch gemischte Kurse werden aktiv gefördert.
In Sportarten wie Basketball oder Fussball, die bisher oft von Jungs besucht wurden, gibt es neu auch reine Mädchenkurse. Das erleichtert den Einstieg. So ist der Mädchenanteil in den letzten zehn Jahren von 37 auf 48 Prozent gestiegen.
Das Erfolgsmodell soll fortgesetzt werden
Das Geschäftsfeld Sport möchte dieses Erfolgsmodell weiterführen, attraktive Angebote anbieten und Ustermer Vereine noch stärker einbeziehen. Das Angebot soll zudem bekannter werden, damit möglichst viele junge Menschen davon profitieren.
Je mehr Kinder, Eltern, Lehrpersonen und Vereine davon erzählen, desto stärker wirkt das Angebot in der ganzen Sportstadt Uster. Anmeldungen für das nächste Semester sind ab Freitag, 19. Juni bis Sonntag, 16. August 2026 möglich. Weitere Informationen sowie die Anmeldung sind online.






