Stadt Uster wendet sich wegen Spitalplanung an Gesamtregierungsrat
Der Stadtrat Uster macht den Gesamtregierungsrat mit einem offenen Brief im Juni 2022 auf die grosse regionale Bedeutung des Spitals Uster aufmerksam.

Als Notfallspital mit eigenem Rettungsdienst und mit zusätzlichem Rettungsdienst-Stützpunkt in Dübendorf ist das Spital Uster für die Gesundheitsversorgung in der Region Oberes Glatttal von grösster Bedeutung.
Mit diesen Worten wendet sich der Stadtrat Uster in einem offenen Brief an den Gesamtregierungsrat. Dabei untermauert der Stadtrat auch die wirtschaftliche Bedeutung des Spitals für die Region.
Seit Jahren nehme das Spital Uster im Kanton Zürich mit seinen 230 Ausbildungsplätzen einen absoluten Spitzenplatz in der Ausbildung von Pflegepersonal und hausärztlichem Nachwuchs ein.
Das Spital Uster sei darüber hinaus Taktgeber für die Ansiedlung weiterer Firmen der Gesundheitsbranche und trage so auch wesentlich zur lokalen und regionalen Wertschöpfung in wirtschaftlicher Hinsicht bei.
«Spital Uster wird es auch längerfristig brauchen»
Ziel des offenen Briefes ist, die Zukunft des Spitals Uster zu stärken, nachdem die kantonale Gesundheitsdirektion im vergangenen März angekündigt hatte, dem Spital Uster nur noch auf drei Jahre befristete Leistungsaufträge zu erteilen.
Für Stadtpräsidentin Barbara Thalmann ist klar, dass das Spital Uster für die sichere Patientenversorgung auch längerfristig schlicht und einfach gebraucht wird.
Prognosen bescheinigen dem Oberen Glatttal denn auch bis 2032 ein überdurchschnittliches Bevölkerungswachstum von rund 16 Prozent. Die Nachfrage nach akutsomatischen Leistungen wird wegen der demografischen Alterung der Gesellschaft gar um rund 19 Prozent zunehmen.
Beweis für wirtschaftliche Stabilität
Als Hauptgrund für die befristeten Leistungsaufträge hatte die kantonale Gesundheitsdirektion im März die unsichere wirtschaftliche Stabilität des Spitals Uster angegeben.
In seinem offenen Brief legt der Stadtrat nun dar, dass das Spital Uster den Tatbeweis der verbesserten Wirtschaftlichkeit bereits liefern konnte, indem es die Kosteneffizienz stark verbessert habe. Auch habe das Spital der Gesundheitsdirektion mehrere Varianten eines angepassten Grundversorgungsangebots vorgelegt.
Weiter betont der Stadtrat die breite Unterstützung der Bevölkerung sowie den zehn Trägergemeinden. Im Brief heisst es, dass die Trägergemeinden hinter dem Notfallspital Uster mit neuen Schwerpunktsetzungen stehen.
Dies habe auch das klare Resultat der Abstimmung zur Rechtsformumwandlung des Spitals in eine gemeinnützige Aktiengesellschaft vom 15. Mai 2022 gezeigt.
Forderung nach definitiven und unbefristeten Leistungsaufträgen für das Spital Uster
Mit seinem Schreiben fordert der Stadtrat den Gesamtregierungsrat auf, dem Spital Uster ab 2023 definitive und unbefristete Leistungsaufträge zu erteilen.
Stadtpräsidentin Barbara Thalmann erklärt, dass nur mit dieser Planungssicherheit es dem Spital Uster gelingen wird, sein Fachpersonal zu halten, die Leistungen zu garantieren und die finanzielle Stabilität und Kreditwürdigkeit des Spitals zu festigen.
Zugleich hält der Stadtrat in seinem Brief fest, dass nur mit definitiven und unbefristeten Leistungsaufträgen die sichere Spital- und Patientenversorgung im Oberen Glatttal beziehungsweise im Kanton Zürich gewährleistet bleiben könne.






