Provisorische Trafostation beim KUZU teurer

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Greifensee,

Für das Zeughausareal in Uster war wegen Kapazitätsgrenzen eine provisorische Trafostation nötig. Zusätzliche Anforderungen führten zu deutlichen Mehrkosten.

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Ortsschild der Gemeinde Uster. - Nau.ch / Manuel Walser

Wie die Stadt Uster mitteilt, stehen auf der städtischen Parzelle Nr. B7578, mit einer Gesamtfläche von 13'595 Quadratmeter, die ehemaligen Zeughausgebäude an der Berchtoldstrasse 10 mit den Assek. Nrn. 6822 und 6823. Die städtischen Gebäude K1 und K2 liegen in der Zone «Gestaltungsplan (GP) Zeughausareal» und sind im «kommunalen Inventar der Denkmalschutzobjekte» vermerkt.

Die bestehende Elektroversorgung auf dem Areal hatte die Belastungsgrenze erreicht, so dass eine zusätzliche provisorische Stromversorgung realisiert werden musste. Um auch während der Bauphase des KUZU genügend Elektrizität zu haben, wurde eine provisorische Trafostation (Container) auf der westlichen Seite des Gebäudes K1 geplant.

Projekt Trafostation mit Mehrkosten

Mit Beschluss Nr. 361 vom 25. August 2020 genehmigte der Stadtrat das Projekt «Trafostation Kultur- und Tagungszentrum». Dabei bewilligte er einen Kredit von 180'000 Franken. Im August 2021 erneuerte die Energie Uster AG das Elektrizitätstrassee in der Süd- und Zürichstrasse.

Gleichzeitig erfolgte die Erstellung der provisorischen Trafostation auf der Westseite des K1. Die provisorische Trafostation wurde von der Energie Uster AG erstellt, da dies in der Verantwortung des Energieversorgers liegt.

Nach Erstellung der provisorischen Trafostation und entgegen der ursprünglichen Planung musste im Innern des K1 eine neue Hauptverteilung erstellt werden. Dafür wurde ein zusätzlicher Technikraum, mit Zugang von aussen, benötigt.

Die Ausführung erfolgte im Frühling 2023. Bis zur Fertigstellung konnte der Traforaum nicht in Betrieb genommen werden. Die Baukostenabweichung liegt mit rund 209'321,50 Franken beziehungsweise 116 Prozent über dem bewilligten Kredit.

Begründung der Kostendifferenz

Die geforderte Erstellung einer neuen Hauptverteilung, inklusive unterirdischer Zuleitung und zusätzlichem Zähler, verursachte Mehrkosten von 40'000 Franken. Dazu musste auch ein neues Kabeltrassee von der alten Hauptverteilung zum neuen Standort im Technikraum erstellt werden (plus 33'000 Franken).

Für den Bau und Betrieb des neuen Technikraums inklusive Abschirmung (für die elektromagnetische Verträglichkeit) wurden folgende Arbeiten ausgeführt: Eine neue Aussentüre und Fortluftleitung, Demontage von bestehenden Radiatoren und Leitungen, Aufmauern von Brüstungen, Erstellen von Trennwänden, Anpassungen von Elektroarbeiten im Fluchtweg sowie Malerarbeiten (plus 136'000 Franken).

Das Zeughausareal untersteht seit dem 1. Januar 2025 der Mehrwertsteuer. Ab dann kann die Vorsteuer zurückgeholt werden (BKP 5).

Buchhaltungskontrolle

Die Bauabrechnung wurde durch die LG Baumanagement kontrolliert und stimmt mit den Kontoauszügen im Abacus überein. Es gibt lediglich eine Rundungsdifferenz von zwei Rappen.

Das Investitionskonto Nr. 11160004 «Trafostation Kultur- und Tagungszentrum» kann nach der Genehmigung durch den Stadtrat geschlossen werden.

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