Es wurde ein Konzept präsentiert, dass sowohl zur Unteren Farb als auch zu Uster und seinen Einwohnern passt. Das letzte Wort hat die Stimmbevölkerung.
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Das Ortsschild in Uster. - Nau.ch / Manuel Walser

Die öffentliche Ausschreibung für die Nutzung der Unteren Farb ist abgeschlossen. Der Stadtrat hat entschieden, ein Konzept weiterzuverfolgen, das im Erdgeschoss ein Restaurant vorsieht.

In einem nächsten Schritt werden nun ein Vor- und ein Bauprojekt ausgearbeitet. Das letzte Wort hat die Ustermer Stimmbevölkerung. Das Gebäude «Untere Farb» beim Stadtpark muss saniert werden. Geplant ist, dass in der ehemaligen Scheune das Stadtarchiv einziehen wird. Die Nutzung der ehemaligen Färberei und des Aussenbereichs sind jedoch noch offen.

Zur Frage der Nutzung und Trägerschaft hat die Stadt Uster am 14. Juni 2021 eine öffentliche Ausschreibung mit einem zweistufigen Verfahren lanciert. Bis am 30. November 2021 gingen zwei Bewerbungen ein.

Restaurant-Bewerbung weckt Interesse

Eine Bewerbung sieht ein «Naturama mit Wechselausstellungen» im Erdgeschoss vor und Wohnungen in den Obergeschossen.

Die andere Bewerbung will im Erdgeschoss und im Bauerngarten ein Restaurant mit Aussenplätzen im Bauerngarten realisieren.

Eine Fachjury hat beide Eingaben geprüft und festgestellt, dass eine Wohnnutzung gemäss dem Gestaltungsplan nicht möglich ist. Eine Gastronomie ist im Gestaltungsplan hingegen explizit vorgesehen. Der Stadtrat hat deshalb entschieden, die Restaurant-Bewerbung weiterzuverfolgen.

Von der Naturama-Bewerbung sollen die Anregungen zur Steigerung der Biodiversität und zur Schaffung von Vogelbrutplätzen im Dachgeschoss übernommen werden.

Passend zur Unteren Farb und zur Stadt Uster

Für Stadtpräsidentin Barbara Thalmann trägt ein Gartenrestaurant an dieser zentralen und zugleich ruhigen Lage viel zur Attraktivitätssteigerung des Stadtparks und des Stadtzentrums bei: «Die beiden jungen Gastronomen haben sich sehr sorgfältig mit dem denkmalgeschützten Gebäude auseinandergesetzt. Sie haben uns ein Konzept präsentiert, dass sowohl zur Unteren Farb, als auch zu Uster und seinen Einwohnern passt».

Bis die Wirtin und der Wirt ihre Gäste empfangen können, brauchen sie aber noch etwas Geduld. Als nächster Schritt wird die Architektengemeinschaft ARGE «horisberger wagen gmbh», «stehrenberger architektur gmbh» sowohl ein Vor- als auch ein Bauprojekt ausarbeiten.

Über den Baukredit wird schliesslich die Ustermer Stimmbevölkerung an der Urne entscheiden. Die Eröffnung des neuen gastronomischen Angebots im Stadtpark dürfte somit kaum vor 2025 erfolgen.

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