Schüpfen verabschiedet das Budget zu Handen der Gemeindeversammlung
Wie die Gemeinde Schüpfen mitteilt, wurde das Budget 2023 für den allgemeinen Haushalt zu Handen der Gemeindeversammlung vom 29. November 2022 verabschiedet.

Das Budget, allgemeiner Haushalt und Spezialfinanzierungen, ist mit einem Aufwandüberschuss von 566’800 Franken budgetiert.
Der budgetierte Aufwandüberschuss der Spezialfinanzierungen (Wasser, Abwasser, Abfall und Feuerwehr) über 169'500 Franken ist auf Grund der gezielten Reduktion der Eigenkapitalien der Spezialfinanzierungen gewollt.
Das Planergebnis enthält die dritte von fünf Tranchen der Auflösung der Neubewertungsreserve von 283'000 Franken.
Grösste Abweichungen sind höher budgetierte Personalkosten
Die grösste Abweichung des steuerfinanzierten Haushalts zwischen dem aktuellen Budget und dem Vorjahresbudget sind die um circa 175'300 Franken höheren budgetierten Personalkosten der Einwohnergemeinde.
Die Erhöhung ist auf eine notwendige Reorganisation in den Bereichen «Bauverwaltung und Liegenschaften» sowie «Tiefbau und Gemeindebetriebe» mit der Aufstockung von cicrca eineinhalb Vollzeitstellen und auf eine budgetierte Teuerungszulage von zwei Prozent zurückzuführen.
Zudem fallen höhere Beiträge an den Kanton zur Finanzierung der Lehrerlöhne um rund 160'000 Franken gegenüber dem Vorjahresbudget an.
2,786 Millionen Franken müssen fremdfinanziert werden
Die aktuelle Steueranlage ist aufgrund des Aufwandüberschusses und der schwachen Selbstfinanzierung weiterhin zwingend.
Die Selbstfinanzierung der Einwohnergemeinde Schüpfen soll im Jahr 2023 rund 15,6 Prozent der geplanten Nettoinvestitionen decken.
Dies hat zur Folge, dass die restlichen 84,4 Prozent beziehungsweise rund 2,786 Millionen Franken fremdfinanziert werden müssen.
Ein Selbstfinanzierungsgrad von 23 Prozent wird erwartet
In der Planungsperiode 2022 bis 2027 sind mögliche Investitionen mit einem Volumen von17,216 Millionen Franken von den entsprechenden Kommissionen und des Gemeinderats aufgenommen.
In den Jahren 2024 bis 2027 wird ein Selbstfinanzierungsgrad von durchschnittlich 23 Prozent erwartet.
Die Realisierung aller diskutierten Investitionen würde auf Grund der tiefen Selbstfinanzierung zum Anstieg der Finanzverbindlichkeiten um 10,397 Millionen Franken in der gesamten Planungsperiode führen.
Am Ende der Planungsperiode erreicht der Bruttoverschuldungsanteil den Höchstwert mit 93 Prozent und übersteigt somit erstmals den festgesetzten Höchstverschuldungsanteil vom 75 Prozent.
Die Neubewertungsreserve wird Ende 2025 komplett aufgelöst
Die Eigenkapitalsituation wird mit den aktuellen Planungsergebnissen durch den Gemeinderat als tragbar bezeichnet.
Der Bilanzüberschuss und die finanzpolitische Reserve betragen am Ende der Planungsperiode 3,439 Millionen Franken und liegen somit erstmals unter dem strategischen Eigenkapitalziel von vier Millionen Franken.
Die Neubewertungsreserve wird Ende 2025 komplett aufgelöst und Bestandteil des Bilanzüberschusses sein.
Die Ende 2020 proaktiv beschlossene Erhöhung der Steueranlage um 0,10 Einheiten, war aufgrund der ansteigenden Neuverschuldung in der Planungsphase ein umsichtiger und zwingender Entscheid.










