Thun schwankt zwischen Triumph und Niederlage
Der UHC Thun zeigt zwei Gesichter: Nach dem deutlichen 15:4-Heimsieg gegen Davos folgt im Spitzenspiel bei den Kloten-Dietlikon Jets eine klare 1:10-Niederlage.

Wie der UHC Thun mitteilt, zeigte die erste Mannschaft am Wochenende zwei Gesichter. Am Samstag feiern die Berner Oberländer gegen Davos einen klaren 15:4-Sieg.
Am Sonntag geht das Team im Spitzenspiel gegen die Kloten-Dietlikon Jets gleich mit 1:10 unter. Damit wird auch der vorzeitige Quali-Sieg verpasst. Trotzdem liegen die Thuner nach wie vor mit vier Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze.
Die Ausgangslage vor der Partie am Samstagabend in der MUR schien eindeutig: Leader Thun empfing den Vorletzten aus Davos. Auf dem Feld war dieser Unterschied zu Beginn jedoch kaum auszumachen.
Von Startschwierigkeiten zur klaren Dominanz
Zwar hatten die Gastgeber mehr Ballbesitz und Spielanteile, leisteten sich aber zu viele Fehler. Davos nutzte diese konsequent aus und zeigte sich vor dem Tor äusserst effizient. So ging es mit einem 3:3-Unentschieden in die erste Pause.
Im zweiten Drittel präsentierten sich die Thuner deutlich verbessert und übernahmen nun klar das Spieldiktat. Die Defensive stand stabil, während offensiv die Chancen konsequent genutzt wurden.
Das Mitteldrittel ging mit 3:0 an Thun – eine erste Vorentscheidung. Im Schlussabschnitt liessen die Gastgeber dann keine Zweifel mehr am Ausgang der Partie aufkommen.
Die Thuner Offensiv-Maschinerie lief nun auf Hochtouren: Fast im Zwei-Minuten-Takt durfte das Team über einen weiteren Treffer jubeln. Mit einem beeindruckenden 9:1 im letzten Drittel schraubte Thun das Resultat in die Höhe und feierte am Ende einen deutlichen 15:4-Erfolg.
Früher Rückstand bringt Thun in Bedrängnis
Dank des Sieges am Vortag hatten die Thuner am Sonntag auswärts im Spitzenspiel gegen die zweitplatzierten Kloten-Dietlikon Jets die Chance, den Quali-Sieg vorzeitig perfekt zu machen.
Doch dieses Vorhaben scheiterte krachend. Das Unheil nahm dabei bereits im ersten Drittel seinen Lauf. Der UHC Thun erwischte einen Fehlstart und lag nach nur elf Minuten bereits mit 0:3 im Hintertreffen.
In der Defensive agierten die Thuner zu fehlerhaft, offensiv fehlte es an Durchschlagskraft. Im zweiten Drittel zeigte das Team zwar eine klare Leistungssteigerung.
Defensiv stand Thun nun deutlich disziplinierter und liess nur noch wenige Torchancen zu. Auch offensiv erspielten sich die Gäste mehrere gute Möglichkeiten.
Fehlende Effizienz wird bestraft
Der entscheidende Unterschied blieb jedoch die Effizienz: Während die Thuner ihre Chancen ungenutzt liessen, präsentierten sich die Jets eiskalt. So ging auch das zweite Drittel mit 1:0 an das Heimteam –nach 40 Minuten lagen die Thuner somit mit 0:4 im Rückstand.
Im Schlussdrittel reagierten die Berner Oberländer mit einer Umstellung auf zwei Linien und agierten ohne Ball deutlich offensiver. Doch der Plan ging nicht auf. Statt einer Aufholjagd kassierte Thun in den ersten fünf Minuten des letzten Abschnitts zwei weitere Gegentreffer.
Erst danach gelang endlich das erste Tor zum 1:6. Ein erhoffter Ketchup-Effekt blieb jedoch aus. An diesem Tag wollte es einfach nicht. Die Jets nutzten dies zum Schaulaufen, blieben bis zum Schluss äusserst effizient und erhöhten das Skore bis zum klaren 10:1-Endstand.
Serie gerissen, Spitzenposition bleibt
Für den UHC Thun bedeutet dies eine krachende Niederlage – die erste nach zuvor elf Siegen in Folge. Der vorzeitige Quali-Sieg wurde damit verpasst.
Dennoch bleiben die Thuner an der Tabellenspitze. Drei Qualifikationsspiele vor Schluss beträgt der Vorsprung auf die Jets vier Punkte. Am kommenden Sonntag (17 Uhr) steht für den UHC Thun das Heimspiel gegen Ticino auf dem Programm.






