In der Arealentwicklung Freistatt steht der nächste Schritt an. Die Stadt Thun hat das Programm für den Projektwettbewerb mit Präqualifikation erarbeitet.
Thun
Ein Bild von Thun aus der Vogelperspektive. - pixabay

Der Gemeinderat will Thun gemäss einem aktuellen Legislaturziel als Wohnstandort optimieren. Eine wichtige Arealentwicklung ist jene in der Freistatt. Nach einem mehrjährigen Planungs- und Partizipationsprozess und der Annahme der Zonenplanänderung genehmigte der Stadtrat im März 2021 den Wettbewerbskredit.

Inzwischen erarbeitete die Stadt Thun, Federführung gemeinsam mit den beiden Bauträgerinnen, der Gemeinnützigen Bau- und Wohngenossenschaft Freistatt und der Pensionskasse der Stadt Thun ein Wettbewerbsprogramm.

In einem ersten Schritt des selektiven Verfahrens findet eine offen ausgeschriebene Präqualifikation statt, in der maximal 16 Teams zur Teilnahme am Projektwettbewerb ausgewählt werden.

Die Präqualifikation wird in diesen Tagen auf der digitalen Plattform Simap publiziert. Im zweiten Schritt wird den ausgewählten Teams voraussichtlich im ersten Quartal 2022 das Programm für den Projektwettbewerb zugestellt. Das Siegerprojekt wird im Herbst 2022 bekannt sein.

Es sollen 250 Wohnungen mit diversen sozialen Hintergründen entstehen

Ziel ist es, ein städtebaulich, architektonisch und ökologisch überzeugendes Gesamtprojekt umzusetzen. Geplant ist auf dem Areal ein 2000-Watt-Leuchtturmprojekt im Sinne einer qualitätsvollen Siedlungsentwicklung nach innen, einer nachhaltigen Quartierentwicklung und dem Schaffen von bezahlbarem Wohnraum für eine breite Bevölkerungsschicht.

Konkret sollen rund 250 neue Wohnungen mit einer ausgewogenen sozialen Durchmischung entstehen. Der geplante Wohnungsmix der beiden Bauträgerinnen beinhaltet diverse Massnahmen, die das Mehrgenerationenwohnen unterstützen.

Dazu gehören grosszügige 2.5-Zimmer-Wohnungen sowie Clusterwohnungen für gemischte Wohngemeinschaften, die durch die GBWG angeboten werden.

Besondere Bedeutung erhalten dabei baufeldübergreifende Themen wie die Aussenraumgestaltung, aber auch die optimale Nutzung von Synergien, Mobilität, Energie, Gemeinschaftsräume und so weiter.

Die GBWG Freistatt wird rund 150 Wohnungen

Im Knotenpunkt des Areals, der Kreuzung Mattenstrasse, Länggasse, ist einerseits die neue Poststelle geplant, andererseits sind in diesem Bereich diverse gewerbliche Nutzungen wie eine Quartierbeiz mit Zusatzdienstleistungen für das gesamte Quartier vorgesehen. Weiter sollen auf dem Areal ein Kindergarten sowie eine KITA entstehen.

Die GBWG Freistatt wird rund 150 Wohnungen bauen und die Verantwortung für die Belebung des Quartiers durch die Gewerberäume übernehmen, die PKT wird rund 100 Wohnungen und den Kindergarten bauen.

Das Wettbewerbsprogramm nimmt auch folgende Anliegen des Stadtrats auf: Mindestens 45 Prozent der maximal oberirdisch zugelassenen Geschossfläche wird für den gemeinnützigen Wohnungsbau reserviert und die Anzahl Parkplätze pro Wohnung ist auf 0.8 beschränkt.

Mit den Bewertungskriterien wird sämtlichen Dimensionen der Nachhaltigkeit, wie Energievorgaben, Mobilität sowie soziale Durchmischung, Rechnung getragen.

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