Knapp geschlagen: Thun verliert gegen Basel

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Gabriel Felders Comeback endet früh, Wacker Thun führt lange – doch technische Fehler und Basels Konter bringen am Ende die bittere Niederlage gegen RTV Basel.

Wacker Thun
Wacker Thun ist ein Handballverein aus Thun. Ihre Heimspiele tragen die Thuner in der Sporthalle Lachen aus. - Keystone/ Grafik Nau.ch

Wie Wacker Thun berichtet, war die Lachenhalle an diesem Mittwochabend gut gefüllt, und besonders die Rückkehr von Gabriel Felder nach langer Verletzungspause sorgte vor dem Anpfiff für positive Stimmung.

Doch diese hielt leider nicht lange an: Bereits in der 4. Minute verletzte sich Felder bei einer Abwehraktion erneut und musste das Feld sichtlich enttäuscht wieder verlassen – ein bitterer Rückschlag für den Rückkehrer und das gesamte Team.

Dynamische Anfangsphase

Basel eröffnete die Partie mit dem ersten Treffer, doch Jonathan Buck glich postwendend aus und zeigte früh, dass er einen starken Abend erwischen würde. Die Basler legten jedoch erneut vor und führten nach sechs Minuten mit 3:5, während Wacker sich einige technische Fehler im Angriff leistete.

Wacker fing sich aber und wurde zunehmend dominanter. Buck glänzte mit hoher Abschlussquote, und Torhüter Marc Winkler zeigte bereits in der ersten Hälfte wichtige Paraden. Nach einer guten Phase drehte Wacker das Spiel. Beim Stand von 11:8 nahm der Basler Coach Thomas Haegeli nach 17 Minuten sein erstes Timeout.

Über- und Unterzahlsituationen prägen erste Halbzeit

Eine Rangelei beim Anspiel führte zu einer Strafe gegen RTV, die Wacker clever nutzte und die Führung auf 14:9 ausbaute. Kurz darauf kassierten Ante Gadza und Leandro Römer innerhalb weniger Sekunden Zeitstrafen – doppelte Unterzahl für Wacker.

Doch die verbliebenen vier Feldspieler kämpften leidenschaftlich, Winkler entschärfte einen freien Wurf, und im Gegenzug traf Ron Delhees. Wacker gestaltete die doppelte Unterzahl erfreulich stabil.

Ein Timeout der Thuner in der 24. Minute beim Stand von 15:11 läutete eine dynamische Schlussphase der ersten Halbzeit ein. Jonathan Buck erzielte bis zur Pause bereits sechs Treffer, und Winkler krönte die erste Hälfte mit einer starken Parade und einem direkt verwandelten Wurf über das ganze Spielfeld zum 22:16.

Zweite Halbzeit – Ein Spiel der verpassten Chancen

Die zweite Halbzeit begann etwas weniger dynamisch, blieb aber ausgeglichen. Nach 40 Minuten führte Wacker noch mit 27:22, unter anderem durch zwei sehenswerte Abschlüsse von Nino Gruber. Typisch für die Phase: Wacker spielte schneller und suchte den direkten Weg zum Tor, während RTV auf längere Angriffe setzte.

Einige technische Fehler und nachlässige Abschlüsse der Thuner halfen den Baslern zurück ins Spiel. Nach zwei schnellen Gegentoren zog Trainer Remo Badertscher sein zweites Timeout (44’, Spielstand 29:27). Doch die Unsicherheiten im Angriff blieben. Ein weiterer Fehlwurf ermöglichte RTV den Anschlusstreffer und wenig später den 29:29-Ausgleich.

Wacker verlor zunehmend den Rhythmus. In der 48. Minute ging RTV sogar erstmals seit der ersten Minute wieder in Führung.

Spannende Schlussphase – mit schlechtem Ausgang für Wacker

Doch die Fehler häuften sich weiter. Nach einem erneuten Ballverlust und zwei schnellen Basler Treffern sahen sich die Thuner beim Stand von 30:32 nach 51 Minuten zum letzten Timeout gezwungen. Wacker kämpfte sich zurück, glich dank eines spektakulären Fliegertors aus und ging sogar in Unterzahl erneut in Führung. Doch RTV blieb hartnäckig – Claudio Vögtli glich postwendend aus.

Eine unnötige Zeitstrafe gegen Damien Guignet brachte Wacker erneut in Bedrängnis. Basel nutzte die Überzahl zum 34:35. Drei Minuten vor Schluss glich Ante Gadza per Siebenmeter noch einmal aus, doch RTV setzte wieder einen Treffer drauf.

Eine Parade des Basler Torhüters leitete einen Konter ein, den Winkler zunächst sensationell entschärfte. Doch kurz vor Schluss unterlief Gadza ein Fehlpass – diesmal nutzten die Basler die Gelegenheit kaltblütig zum entscheidenden Zweitorevorsprung. Nach 60 Minuten stand ein ernüchterndes 36:38 auf der Anzeigetafel.

Unnötige Niederlage trotz starker erster Halbzeit

Eine unnötige Niederlage für Wacker Thun. Nach einer starken ersten Halbzeit und zeitweiligen komfortablen Führung verlor das Team in der zweiten Hälfte sowohl defensiv als auch offensiv die Linie. Technische Fehler und unkonzentrierte Abschlüsse gaben RTV Basel immer wieder Auftrieb – der letztlich entscheidende Faktor.

Besonders schmerzhaft ist die erneute Verletzung von Gabriel Felder, der nach langer Pause sein Comeback feierte und bereits nach wenigen Minuten wieder ausschied. Es besteht der Verdacht auf eine Knieverletzung. Gute Besserung lieber Gäbu!

Weiter geht es mit dem nächsten Heimspiel nach der Nationalmannschaftspause am 25. März um 19.15 Uhr in der Lachenhalle gegen den HC Kriens-Luzern.

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