Sursee

    Sursee LU: Ampeln statt Kreisel – so soll die Ringstrasse werden

    Der Kanton Luzern hat die Bestvariante für die Ringstrasse in Sursee LU vorgestellt. Bis am 2. November 2026 können sich Bevölkerung und Gemeinden dazu äussern.

    Sursee LU
    Der Kreisel Schlottermilch wird zu einem dreiarmigen, ampelgesteuerten Knoten umgebaut. - zVg

    Die Region Sursee wächst, und mit ihr der Verkehr. Bereits heute ist das Strassennetz während der Hauptverkehrszeiten stark ausgelastet. Staus und Verspätungen bei Bussen sind die Folge. Ohne Massnahmen verschärft sich die Lage bis 2040.

    Der Kanton will deshalb das Gesamtverkehrssystem entlang der Kantonsstrassen K13, K14 und K18 optimieren. Im Fokus steht die Ringstrasse.

    Sie soll zu einer leistungsfähigen Verkehrsachse für alle Verkehrsteilnehmenden weiterentwickelt werden. Dafür setzt der Kanton Luzern auf eine intelligente Nutzung der bestehenden Infrastruktur.

    Für den Raum Ringstrasse inklusive Surentalstrasse und Münsterstrasse hat der Kanton die vorgeschlagene Lösung mit einem Betriebs- und Gestaltungskonzept (BGK) vertieft und eine Bestvariante ausgearbeitet. Diese zeigt auf, wie der Verkehr künftig organisiert und der Strassenraum gestaltet werden soll.

    Sursee LU
    Sursee LU: Ampeln statt Kreisel – so soll die Ringstrasse werden. - zVg

    Verkehrsfluss verbessern und Strassenraum aufwerten

    Das erwartete Verkehrswachstum soll mit der bestehenden Infrastruktur aufgefangen werden. Dafür werden Kreisel und Kreuzungen ohne Lichtsignalanlagen zu ampelgesteuerten Knoten umgebaut. An den Ortsrändern wird der Zufluss mit Ampeln gesteuert, damit nicht zu viele Autos gleichzeitig in die Stadt fahren.

    Busse können priorisiert werden und so am Stau vorbeifahren.

    Für den Fuss- und Veloverkehr plant der Kanton sichere und möglichst direkte Verbindungen. Ober- und unterirdischen Querungen sollen die Quartiere in Zukunft besser verbinden. Zudem setzt der Kanton entlang der Ringstrasse künftig auf mehr Bäume und Grünflächen.

    Bei der Erarbeitung der Bestvariante wurden auch die Stadt Sursee und die umliegenden Gemeinden der Region miteinbezogen. Rund 100 Personen aus Politik, Verbänden und Bevölkerung diskutierten im «Forum Ringstrasse» während drei Workshops die vorgeschlagenen Massnahmen.

    Öffentliche Vernehmlassung bis am 2. November 2026

    Nach der Infoveranstaltung vom 1. September in Sursee startet die Vernehmlassung des Kantons Luzern bei Gemeinden und weiteren Interessierten. Auch die Bevölkerung kann sich zur vorgeschlagenen Lösung äussern. Die Vernehmlassung wird digital mit dem Vernehmlassungstool E-Mitwirkung durchgeführt.

    Alle Infos und den direkten Zugang zur Vernehmlassung sind auf der Projektwebsite zu finden.

    Nach der Vernehmlassung wird das Vorhaben weiter vertieft. Die weitere Planung und Ausführung erfolgt in aufeinander abgestimmten Teilprojekten gemäss dem Programm Gesamtmobilität. Erste Projekte können frühestens ab 2032 realisiert werden.

    Einzelne Verkehrsprobleme im Raum Sursee geht der Kanton bereits vor 2032 mit Sofortmassnahmen an. So wird die Bushaltestelle Rothüsli an die Ringstrasse verlegt, wodurch der Bus direkter fahren kann und Fussgängerquerungen am Kreisel Schlottermilch entfallen. Auf der Basel- und Bernstrasse ist eine elektronische Busspur geplant, die den öffentlichen Verkehr beschleunigt.

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