Horw LU: FDP fordert verbindliche Regeln für Campus-Mobilität
Die FDP Horw LU hat ein dringliches Postulat eingereicht. Statt 400 sind beim Campus nur noch 134 Parkplätze geplant – die Partei fordert nun Garantien.

Die FDP Horw hat ein dringliches Postulat zur Mobilität am künftigen Campus Horw eingereicht.
Darin fordert die FDP den Gemeinderat auf, die Abweichungen vom ursprünglichen Mobilitätskonzept zu prüfen und vor Erteilung der Baubewilligung verbindliche Massnahmen zu sichern. Ziel ist eine funktionierende Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Velo sowie der Schutz der angrenzenden Quartiere vor zusätzlichem Parkier- und Suchverkehr.
Das Mobilitätskonzept muss im Alltag funktionieren. Der Campus Horw soll künftig rund 5000 Studierende und Mitarbeitende beherbergen. Das im Jahr 2022 beschlossene Mobilitätskonzept sah maximal 400 Parkplätze und einen Anteil des motorisierten Individualverkehrs (MIV) von rund 16 Prozent vor.
Das aktuelle Baugesuch sieht jedoch nur noch 134 Parkplätze und einen MIV-Anteil von rund fünf Prozent vor.
Gleichzeitig ist die ursprünglich in Aussicht gestellte Taktverdichtung der S-Bahn während der Stosszeiten nicht mehr vorgesehen. Somit stellt sich die Frage, ob die geplanten Kapazitäten im öffentlichen Verkehr ausreichen, um die angestrebte Verteilung der Verkehrsmittel zu erreichen.
Die FDP Horw unterstützt das Ziel einer nachhaltigen Mobilität. Dafür müssen die Alternativen zum Auto jedoch rechtzeitig bereitstehen und über genügend Kapazität verfügen. Andernfalls droht zusätzlicher Parkierverkehr in den angrenzenden Quartieren.
Mit dem Postulat fordert die FDP Horw deshalb eine Beurteilung des Mobilitätskonzepts vor der Baubewilligung, ein regelmässiges Monitoring des tatsächlichen Verkehrsverhaltens und verbindliche Massnahmen für den Fall, dass die Ziele verfehlt werden.
Die FDP Horw will sicherstellen, dass die Mobilität am Campus nicht nur geplant ist, sondern auch funktioniert – im Interesse der Hochschulen und der Horwer Bevölkerung.










