Stans NW: Budget 2027 – Stans rechnet mit 1,1 Millionen Überschuss
Stans NW budgetiert für 2027 einen Ertragsüberschuss von 1,1 Millionen Franken. Der Steuerfuss bleibt bei 2.35 Einheiten, die Investitionen hoch.

Die Gemeinde Stans rechnet für 2027 mit einem Ertragsüberschuss von CHF 1,1 Millionen. Gegenüber dem Budget 2026 verbessert sich das Ergebnis damit um rund CHF 1,3 Millionen. Gleichzeitig bleibt die Investitionstätigkeit hoch: Insgesamt sind Nettoinvestitionen von rund CHF 19,9 Millionen vorgesehen. Der Steuerfuss bleibt bei 2.35 Einheiten.
Der Gemeinderat Stans hat das Budget 2027 in zwei Sitzungen beraten und zuhanden der Herbst-Gemeindeversammlung vom 25. November 2026 verabschiedet. Für 2027 rechnet die Gemeinde mit einem betrieblichen Aufwand von CHF 48,6 Mio. und einem betrieblichen Ertrag von CHF 49,2 Mio. Das Finanzergebnis fällt positiv aus und ist mit CHF 0,5 Mio. budgetiert, damit wird ein Ertragsüberschuss von CHF 1,1 Mio. erwartet.
Höhere Steuereinnahmen stärken das Ergebnis
Gegenüber dem Vorjahresbudget erhöht sich der betriebliche Aufwand um CHF 0,6 Mio.
Die Personalkosten steigen gegenüber dem Budget 2026 um CHF 1,3 Mio. Diese sind mit einer Lohnanpassung von 1.2% kalkuliert. Im Bereich Bildung steigen die Personalkosten auch im Budget 2027 überproportional an. Die Gründe dafür sind insbesondere drei zusätzliche Grosslerngruppen bei der Primarschule, zwei zusätzliche Klassenzüge bei der Oberstufe, die Einführung der musikalischen Grundschule sowie zusätzliche Ressourcen bei der schulergänzenden Tagesbetreuung Quadro aufgrund der höheren Nachfrage.
Darüber hinaus führt das Projekt Organisationsentwicklung zu zusätzlichen Kosten im Jahr 2027.
Der betriebliche Ertrag wird um CHF 1,8 Mio. höher budgetiert. Dazu tragen insbesondere die höheren erwarteten Steuererträge bei, diese steigen gegenüber dem Budget 2026 um rund CHF 2,2 Mio. auf CHF 30,6 Mio. Sowohl bei den natürlichen als auch bei den juristischen Personen wird mit höheren Steuererträgen gerechnet. Dabei sind die Auswirkungen der kantonalen Steuergesetzrevision, die ab 2027 wirksam wird, bereits berücksichtigt. Dies daraus entstehenden Steuerausfälle betragen rund CHF 0,9 Mio.
Hohe Investitionen in Bildung und Infrastruktur
Den grössten Anteil macht die Gesamtsanierung und Aufstockung des Schulzentrums Pestalozzi aus. Dafür sind im kommenden Jahr CHF 13,5 Mio. vorgesehen. Weitere Investitionen fliessen in die Pausenplatzgestaltung des Schulzentrums Turmatt.
Auch bei Strassen und Werkleitungen wird weiter investiert: Insbesondere soll die Mürgstrasse inklusive Beleuchtung, Wasserversorgung und Siedlungsentwässerung saniert werden. Dafür sind im kommenden Jahr rund CHF 2,4 Mio. vorgesehen.
Steuerfuss bleibt bei 2.35 Einheiten
Der Steuerfuss soll im kommenden Jahr bei 2.35 Einheiten belassen werden. «Damit kann der zunehmenden Verschuldung der Gemeinde teilweise entgegengewirkt werden», sagt Gemeindevizepräsidentin und Finanzverantwortliche Christina Amstutz. Die Verschuldung der Gemeinde Stans steigt 2027 auch bei gleichbleibendem Steuerfuss auf voraussichtlich CHF 6'400 pro Einwohnerin und Einwohner.
Für den Umgang mit den finanziellen Herausforderungen und insbesondere zur Stabilisierung der Verschuldungssituation hat der Gemeinderat eine neue Finanzstrategie erarbeitet. Diese ist aktuell bei der Finanzkommission und den Parteien in Vernehmlassung.
Gemeindeversammlung
Die Traktandenliste sowie die Unterlagen zum Budget 2027 werden Mitte November an alle Haushaltungen zugestellt und sind auf stans.ch unter der Rubrik Politik / Verwaltung, Gemeindeversammlung einsehbar.











