Nidwalden krebst bei Abschaffung von Bildungskommissionen zurück
Die Nidwaldner Regierung verzichtet darauf, drei Kommissionen im Bildungsbereich aufzuheben.

Die im vergangenen Jahr präsentierten Pläne stiessen auf Widerstand, weshalb der Regierungsrat davon abrückt. Die Bildungskommission soll nun wieder beratend wirken.
Im März 2021 hatte die Nidwaldner Regierung angekündigt, die Bildungskommission, den Mittelschulrat und die Berufsbildungskommission abschaffen zu wollen.
Deren Zuständigkeiten seien beschränkt, deshalb seien ihr Einfluss und ihre Wirksamkeit sehr gering, begründete er damals die Pläne.
Auch gegen den neuen Vorschlag formierte sich Widerstand
Dagegen formierte sich breiter Widerstand, wie die Staatskanzlei am Donnerstag, 29. September 2022, mitteilte.
Auch der neue Vorschlag der Regierung, die drei ständigen Kommissionen zu fusionieren, wurde nicht goutiert.
Das Ansinnen werde daher nicht mehr weiterverfolgt, heisst es in der Mitteilung.
Aufhebung der Kommissionen stand schon zur Debatte
Bereits vor rund 20 Jahren stand in Nidwalden die Aufhebung der Kommissionen zur Debatte.
Auch damals gab es Widerstand dagegen, die Kommissionen wurden zwar beibehalten, allerdings mit deutlich geringeren Kompetenzen.
Die Bildungsdirektion wolle nun der Bildungskommission wieder Beratungsaufgaben übertragen.
Sie müsse sich mit Themen auseinandersetzen wie der Evaluation des Integrativen Schulsystems, den Anstellungsbedingungen der Lehrpersonen, der Leistungsmessungen an der Volksschule, der Berichterstattung über die Einführung des Lehrplans 21 oder der Digitalisierung.
Mittelschulrat genehmigt Lehrpläne und Stundentafeln
Für die beiden anderen Kommissionen ändert sich nichts. Der Mittelschulrat hat am meisten Kompetenzen.
Er genehmigt etwa Lehrpläne und Stundentafeln oder das Angebot an Schwerpunkt- und Ergänzungsfächern.









