Weil die Zahl der Coronainfektionen steigt, kehrt der Kanton Nidwalden zur Maskenpflicht an den Schulen zurück.
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Coronavirus: Eine Schülerin trägt im Unterricht eine Maske. - afp

Sie gilt ab Montag ab der Sekundarstufe 1 und für sämtliche Lehrpersonen. Rund die Hälfte der Neuinfizierten steckten sich zuletzt im schulischen Umfeld an. Die Zahl der Neuansteckungen in Nidwalden liegt bei durchschnittlich 60 bis 70 Infektionen pro Tag, Ende Oktober waren es noch zwischen 20 und 30 gewesen, wie die Staatskanzlei am Freitag mitteilte. Der Kanton hat im Verhältnis zur Bevölkerungszahl die meisten Ansteckungen.

Die wiedereingeführte Maskenpflicht gilt für Schülerinnen und Schüler der Orientierungsschule, des gesamten Kollegiums und der Berufsfachschule. Während des Sportunterrichts und bei kulturellen Aktivitäten muss keine Maske getragen werden. Im Turnen sind allerdings Kontaktsportarten verboten und im Musik- und Instrumentalunterricht müssen hinreichende Abstände eingehalten werden.

Dass besonders viele Ansteckungen im schulischen Umfeld registriert würden, habe zum einen mit der ansteckenderen Deltavariante des Coronavirus zu tun. Anderseits würden dank der Reihentests an Schulen viele Infizierte entdeckt.

Die Teilnahme an den repetitiven Tests verhindert, dass sich bei positiven Befunden ganze Klassen in Quarantäne begeben müssen. Allerdings überlege der Kanton wegen der steigenden Fallzahlen einen strengeren Massstab bei den Quarantäneanordnungen anzuwenden, um zur Beruhigung der Situation an den Schulen beizutragen.

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