Unihockey: Stark gekämpft – Pfanni verliert in der Verlängerung

    Der UHC Pfannenstiel führte gegen den UHC Sarganserland zweimal, verlor aber vor 164 Fans 4:5 nach Verlängerung. Es ist der erste Punktgewinn der Saison.

    Unihockey
    Stark gekämpft – Pfanni verliert in der Verlängerung. - zVg

    Nach einem erfolgreichen Kids-Day, wo die NLB-Spieler den motivierten Kids ihr Können weitergaben, zeigte das Fanionteam im Spiel gegen den letztjährigen Halbfinalisten UHC Sarganserland ebenfalls eine starke Partie. Trotz viel Kampf und guter Ausgangslange konnten am Schluss statt den erhofften 3 Punkte nur ein Zähler auf dem Konto verbucht werden es resultierte eine bittere 4:5 Niederlage nach Verlängerung.

    Der UHC Pfannenstiel startete trotz erneut langer Absenzenliste motiviert in die 5. Partie der laufenden Saison und war gewillt die ersten Punkte einzufahren. Der Start verlief vor 164 frenetischen und lautstarken Fans grandios. Nach nur 5 Sekunden zappelte der Ball in den Maschen des Gastes aus dem Sarganserland.

    Schaub zog nach dem Bully von der Mittellinie ab und traf mit seinem 4. Persönlichen Saisontor sehenswert zur 1:0-Führung für das Heimteam. Ein Start nach Mass. In der 4. Minute hatte Luginbühl nach einer schönen Kombination die Möglichkeit das Resultat zu erhöhen, er wurde aber im letzten Moment weggbelockt.

    Pfanni-Hüter Edelmann konnte sich in derselben Minute auch das erste Mal auszeichnen, in dem er einen Abschluss des Finnen Arola parierte. Es war ein animiertes Spiel und beide Teams drückten auf das nächste Tor. Ushiu für Pfanni und Bajko für Sarganserland verpassten aber innert Minutenfrist das nächste Tor.

    So war es in der 11. Minute dem stark aufspielenden Luginbühl vorenthalten das nächste Tor zu bejubeln. Nach Zuspiel von Burkhart zog er aus der Ecke Richtung Tor und traf sehenswert zum 2:0. Trotz weiteren teils sehr guten Chancen auf beiden Seiten, hatte dieses Resultat auch nach 20 Minuten bestand und Pfanni konnte zum drittel Mal in dieser Saison mit einer Führung in die erste Pause ob es dieses Mal für den Sieg reicht?

    Der Start ins Mitteldrittel war dann gar nicht nach dem Gusto des Heimteams. In der 23. Minute war es der St. Galler Vogel, der Volley abschloss und Edelmann zwischen den Beinen erwischte. Die Frage ob so gewollt oder nicht stellte sich nicht, das Tor stand nun auf der Anzeigetafel.

    Sargans drückte nun vermehrt und konnte Pfanni in den Anfangsminuten richtig einschnüren. Die dabei resultierenden Abschlüsse von Niemelä und Vogel konnte Edelmann aber teils mirakulös parieren. Zu Spielmitte trat dann auch Pfanni wieder offensiv in Erscheinung.

    Schaub spielte wunderbare diagonal auf Ushiu, der den Ball aber nicht im gegnerischen Kasten versorgen konnte. In der Folge flachte das Spiel etwas ab. Die nächsten nennenswerten Torchancen verzeichnete dann Sarganserland erst wieder in der 39. Minute.

    Aus dem Gewühl heraus war es Vogel, der Edelmann prüfte, doch dieser war erneut auf dem Posten und verhinderte ein weiteres Gegentor. So lag Pfanni auch nach 40 Minute mit einer Länge in Front.

    Das letzte Drittel musste also die Entscheidung bringen. Nach einem unnötigen hohen Stock bekam Sarganserland bereits in der 12. Sekunden einen Freistoss aus bester Position zugesprochen. Die Ostschweizer liessen sich nicht zwei Mal bitten und glichen durch Bajko zum 2:2 aus. Das Spiel war nun wieder komplett neu lanciert.

    In der 45. Minute stürmte der Sarganser Kalberer alleine auf Edelmann zu, doch der stark aufspielende Pfanni-Hüter blieb Sieger. Besser machte es dann auf der Gegenseite van Welie.

    Nachdem Luginbühl einen Auslösungspass traumhaft weiterleitete, traf van Welie eiskalt zur erneuten Pfanni-Führung 3:2. Die Freude währte aber nicht lange. In der 51. bzw. 52. Minute drehte Sarganserland durch den doppelten Karlsson das Spiel innert 72 Sekunden. Beiden Toren waren haarsträubende Eigenfehler in der Pfanni-Defense vorausgegangen und einen Skorer wie Karlsson lässt sich solche Chancen nicht entgehen.

    Pfanni war nun also wieder zu einer Reaktion gezwungen. Die Reduktion auf 2 Linien folgte postwendend, was sich gleich in einer guten Abschlussmöglichkeit von Schaub niederschlug. Weitere Chancen blieben aber aus.

    So zog Pfanni-Trainer Feldmann nach 58:23 sein Time-Out ein und ersetzte den Torhüter durch einen weiteren Feldspieler. Diese Massnahme sollte sich bereits nach 12. Sekunden auszahlen. Schindele drückte den Ball zum vielumjubelten Ausgleich über die Linie 4:4. Die Schlussphase war also an Spannung kaum zu überbieten.

    Gleich im Anschluss ans Tor wurde van Welie zum Schiedsrichter zitiert und es wurde seitens Gegner eine Veränderung am Stock moniert. Zuerst wurde die Schaufelkrümmung gemessen, was in Ordnung war und dann wurde Tape an der Schaufel festgestellt, was zu einer einer 2+2-Minutenstrafe und einer technischen Matchstrafe führte. Somit sah sich Pfanni kurz vor Schluss einer Herkulesaufgabe gegenüber.

    Sarganserland versuchte in Überzahl den Sieg einzufahren, doch Edelmann sicherte seinem Team mit grandiosen Paraden den ersten Punktgewinn der Saison. Somit ging das Spiel mit 4:4 in die Verlängerung.

    Dort machten dann die Gäste aus dem Sarganserland kurzen Prozess und es war erneut der stark aufspielende Karlsson, der den Ball in Überzahl ins Gehäuse bzw. mitten ins Pfanni-Herz hämmerte – der mit seinem 4. persönlichen Punkt des sympathischen lettisch-schwedischen Doppelbürgers.

    Für Pfanni war es auf Grund der Schlussphase eine äusserst bittere Pille und die Niederlage schmerzt umso mehr, da Pfanni sich den Sieg wirklich verdient hätte. Über die Aktion mit der roten Karte kann man sicherlich geteilter Meinung sein, letztendlich haben die Gäste aber einfach von ihrem Recht Gebrauch gemacht. Pfanni kann aber dennoch stolz auf die Leistung sein, haben sie doch sehr viel Wille und Mentalität bewiesen.

    Wichtig ist zusehen, dass das Team zunehmend Fortschritte mach und immer enger zusammenwächst und noch viel wichtiger fürs Team ist die Unterstützung der Fans zu spüren.

    J.Schindele, der sein erstes Pfanni-Tor feiern durfte, nach dem Spiel: Es war ein sehr intensiver Match mit vielen Emotionen. Schade reichte es am Schluss nur für einen Punkt, aber unser Weg stimmt und wenn wir diesen konsequent weitergehen, wird auch das erste Erfolgserlebnis nur noch eine Frage der Zeit sein. Der wieselflinke Stürmer Kernwein stimmte ähnliche Töne an: Es war ein sehr spannendes Spiel, es hat Spass gemacht zu spielen und die Stimmung in der Halle war grandios.

    Leider haben wir aber wieder verloren, doch ich bin zuversichtlich für die kommenden Spiele.

    Das nächste Spiel findet am kommenden Samstag, 10.10.2026 um 17.00 Uhr in der Kreuzfeld-Halle in Langenthal gegen Unihockey Langenthal Aarwangen statt. Die Oberaargauer stehen nach 5 Spielen mit 9 Punkten aktuell auf dem 5. Tabellenrang. Pfanni wird alles daransetzten nach dem ersten Punkt weitere Zähler auf dem Konto zu verbuchen.

    Meisterschaft, NLB

    UHC Sarganserland: Müller (Tor), Simon (Ersatz); Arola, S.Aggeler, Pini, Galliver, Kalberer, Nigg, F.Aggeler, Vogel, Karlsson, Knöpfel, Dietrich, Niemlä, Möckli, Blumenthal, Grun, Bajko, N.Ackermann, Kamm, Gmür, Lamminger.

    Bemerkung: UHC Pfannenstiel ohne Ernst, Fässler, Karlsson, Keller, Nufer, Rizzi, Schüpbach, Sorri und Zehnder. 39:57-40:00 UHC Sarganserland ohne Torhüter. 47:23 Pfostenschuss UHC Sarganserland. 58:23 Time-Out UHC Pfannenstiel.

    58:23-58:35 UHC Pfannenstiel bei Ballbesitz ohne Torhüter. Best Player: Luginbühl (UHC Pfannenstiel) und Karlsson (UHC Sarganserland).

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    schokolade
    30 Interaktionen
    Wie geht das?
    Nnamdi Hockey
    51 Interaktionen
    Nach Mobbing

    MEHR AUS AGGLO ZüRICH

    Schlieren ZH
    1 Interaktionen
    Schlieren ZH
    Wädenswil ZH
    Wädenswil ZH
    Hombrechtikon ZH
    Hombrechtikon