Thun: Pfannenstiel verliert beim Leader klar mit 2:7

    Der UHC Pfannenstiel hat in Thun auch das vierte Saisonspiel verloren. Gegen den Leader UHC Thun setzte es eine 2:7-Niederlage ab, Schaub und Ferrari trafen.

    Thun
    Pfannenstiel verliert beim Leader klar mit 2:7. - zVg

    Der UHC Pfannenstiel musste sich auch im vierten Spiel der Saison geschlagen geben. Nach einem guten Start resultierte beim favorisierten Leader UHC Thun letztendlich eine klare 2:7-Niederlage. Die beiden Torschützen für die aufopferungsvoll kämpfenden Zürcher Oberländer waren Schaub und Ferrari.

    Wie tags zuvor war die Aufgabe für den UHC Pfannenstiel gegen den grossen Favoriten UHC Thun schwer, zumal mit Burkhart und Kernwein noch zwei weitere Spieler der Mannschaft nicht zur Verfügung standen. Der Start ins Spiel gehörte vollumfänglich den Einheimischen, die in den ersten 5 Minuten den Ball und den Gegner kontrollierten. Trotz dieser Tatsache hatten aber Ferrari und Rennhard die beiden besten Chancen für Pfanni beide scheiterten aber am gut aufgelegten Schweizer U23-Nati-Goalie Juon.

    In der 6. und 7. Spielminute belohnten sich dann aber die Berner Oberländer doch noch für das Startfurioso. Innert 53 Sekunden stellten Ammann und Zimmermann auf 2:0. Beim ersten Gegentor wurde Ammann im hohen Slot zu wenig attackiert und beim Tor von Zimmermann rutsche Rennhard in Ballbesitz im dümmsten Moment auf. Nach diesem Nackenschlag fing sich Pfanni aber und konnte das eigene Tor bis auf weiteres reinhalten.

    Dies lang auch an Torhüter Schindele, der bspw. in der 11. Minute prächtig gegen Reusser parierte. Kurze Zeit später hatten die Gäste die Möglichkeit in Überzahl aufzulaufen und wenig später gar in doppelter Überzahl. Pfanni spielte jedoch in Überzahl zu zaghaft, erarbeitete sich zu wenig gute Abschlussmöglichkeiten und blieb so ohne Torerfolg.

    Da es auch in der Folge ausser einer guten Abschlussmöglichkeit von Thun, die Schindele mit der Maske parierte, keine weiteren Chancen mehr gab, endete das Drittel mit einer 2:0-Führung für die Berner Oberländer.

    Auch im Mitteldrittel hatte Thun zu Beginn deutlich mehr Ballbesitz. Nichts desto trotz war es Pfanni, dass zuerst jubeln konnte. In der 29. Minute schnappte sich Schaub wie am Vortag den Ball, setzte zu einer Einzelaktion an und traf wie schon am Vorabend unwiderstehlich zum 1:2-Anschlusstreffer. Leider währte die Freude nur kurz.

    93 Sekunden später erwischte Zimmermann Torhüter Schindele mit einem zum 3:1. In der 36. Minute hatte Ushiu den erneuten Anschluss auf dem Stock, doch die 1:0-Situation wurde von Juon vereitelt. Wenig später schepperte auf der Gegenseite nach einem satten Abschluss von Bühler das Aluminium.

    Aufgeschoben ist nicht aufgehoben dachte sich nur Sekunden später Reusser. Mustergültig von Bühler bedient verwertete er zum 4:1. Bis zur Pause hatten Rennhard mit einem Distanzschuss und Wittig im Powerplay noch die Möglichkeit den Anschluss zu bewerkstelligen. Rennhard scheiterte an Juon und Wittig verpasste das offene Tor. So war der Spielstand nach zwei Dritteln 4:1.

    Pfanni musste also im letzten Drittel etwas mehr riskieren, sollten noch Punkte aus Thun entführt werden. Kurz nach Wiederanpfiff sah Ferrari seinen Abschluss nach einer 2:1-Situation von Juon pariert. Noch in der gleichen Minute hatte auch Thun die nächste Chance Schindele war aber erneut auf dem Posten.

    Dies war auch in den folgenden Minuten der Fall, als er drei Mal Pfanni vor einem weiteren Gegentreffer bewahrte. In der 47. Minute reduzierten die Zürcher Oberländer auf 2 Linien. Kurz danach brach Wittig durch, seinen gut getimten Abschluss parierte Juon jedoch mirakulös.

    In der 53., 55. und 58. Minute schlugen die Einheimischen noch drei Mal eiskalt zu. Aebersold und Captain Graber (2x) erhöhten das Skore auf 7:1 eine bittere Pille für die Zürcher Oberländer, die nun in der Konsequenz ein wenig nachliessen. Für den Schlusspunkt war dann Ferrari besorgt, der sich nach einem Abpraller noch verdientermassen als Torschütze feiern lassen durfte.

    Pfanni zeigte erneut eine kämpferische Leistung, erlaubte sich aber einige zu einfache Gegentore, was gegen solche Gegner die Chancen auf eine Überraschung arg einschränkt. Positiv war sicherlich, dass die beiden Junioren Bachmann und Willi noch ihre ersten Einsatzminuten feiern durften.

    Verteidiger Dudler nach dem Spiel: Nach dem bereits intensiven Spiel am Samstag und mit einem dezimierten Kader hat man uns die Belastung zu Beginn nicht angemerkt. Wir konnten über weite Strecken gut mithalten und waren bis ins letzte Drittel im Spiel. Leider haben wir es verpasst, den Ausgleich zur richtigen Zeit zu erzwingen.

    Für unseren aufopferungsvollen Einsatz wurden wir einmal mehr nicht belohnt, was natürlich sehr ärgerlich ist. Jetzt gilt es, die Lehren aus den letzten Spielen zu ziehen, weiter hart zu arbeiten und stärker zurückzukommen.

    Nun heisst es aus den Erfahrungen der letzten 4 Spiele zu lernen und am kommenden Wochenende wieder einen Schritt vorwärts zu machen. Nächster Gegner ist am Samstag, 3. Oktober 2026 um 18.00 Uhr der aktuelle Tabellenfünfte UHC Sarganserland, der bis anhin 7 Punkte auf seinem Konto verbuchen konnte.

    UHC Pfannenstiel: F.Schindele (Tor), Edelmann (Ersatz); Dudler, Rennhard, Ferrari, Schläpfer, Wittig; P.Bär, J.Schindele, Bleiker, Schaub, Ushiu; Luginbühl, Ernst, Nufer; Keller, Bachmann, Willi, Zehnder.

    Bemerkung: UHC Pfannenstiel ohne Burkhart, Fässler, Karlsson, Kernwein, Kreienbühl, Rizzi, Schüpbach, Sorri und van Welie. 35:49 Pfostenschuss UHC Thun. Best Player: Aeschlimann (UHC Thun) und Schläpfer (UHC Pfannenstiel).

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