Der UHC Pfannenstiel macht das 6 Punkte-Wochenende perfekt und siegt gegen den UHC Herisau mit einem 5:4.
Der UHC Pfannenstiel konnte den Sieg einfahren. - UHC Pfannenstiel

Der UHC Pfannenstiel entführt nach einer mehrheitlich äusserst souveränen Darbietung gegen den UHC Herisau drei Punkte aus dem Appenzellerland. Mit einem eher schmalen Kader mussten die Zürcher Oberländer jedoch in der Schlussphase durch drei teils sehr unglückliche Gegentore nochmals zittern, mit viel Kampfgeist konnten der 5:4-Sieg aber über die Spielzeit gerettet werden.

Der UHC Pfannenstiel startete mit zwei Linien ins Auswärtsspiel gegen den UHC Herisau und der Start glückte ausgezeichnet. Bereits in der fünften Spielminute konnte Bartenstein den gegnerischen Torhüter Nüssli mit einem Flachschuss aus der Halbdistanz bezwinge.

Keine fiel jedoch bereits der Ausgleich durch Mittelholzer. Sein Distanzschuss fand den Weg an Freund und Feind vorbei ins Pfanni-Gehäuse. Pfanni liess sich aber nicht aus dem Konzept bringen. Die Zürcher beherrschten das Spiel und liessen den Ball gut laufen und so mussten die Einheimischen in der Defensive viel arbeiten.

Eiskalter Führungstreffer durch Nideröst

In der 13. Minute setzte sich Hafner hinter dem Tor durch und spielte auf den in den Slot stürmenden Nideröst, der eiskalt zum 2:1 Führungstreffer einschob. Kurz nach diesem Treffer stellte Pfanni auf drei Linie um und auch diese Linie sorgte sofort für Gefahr vor dem gegnerischen Gehäuse.

17 Sekunden vor der Pausensirene legte Nideröst zurück auf Scharfenberger, dieser fasste sich ein Herz und hämmerte den Ball im wahrsten Sinne des Wortes in die gegnerischen Maschen – ein Riesenknaller zum 3:1 Pausenstand. Pfannenstiel zeigte starke erste 20 Minuten, hatte aber auch noch gewisses Verbesserungspotential.

Der Start verlief erneut optimal. In der 24. Minute spielte Luchsinger auf Bartenstein, welcher zum 4:1 erhöhen konnte und keine drei Zeigerumdrehungen später konnte Pfanni seine einzige Überzahlsituation an diesem Abend in das 5:1 ummünzen. Hafner spielte quer auf Nideröst, welcher direkt abschloss.

Topchancen im letzten Drittel

Dies sollte dann bereits das letzte Pfanni-Tor an diesem Abend gewesen sein, dies lag aber viel mehr am eigenen Unvermögen als am UHC Herisau. Zur Spielmitte sah Carigiet seine 100%ig-Chance von Torhüter Nüssli mirakulös pariert und in der 38. Minute traf ein Abschluss von Luchsinger nur den Pfosten. Dennoch ging es mit einem beruhigenden 5:1 in die zweite Pause. Pfannenstiel trat noch stärker und souveräner und stärker auf als in Drittel 1.

Der Start ins letzte Drittel war dann an Topchancen kaum zu überbieten. Pfannenstiel erarbeitete sich in den ersten zwei Minuten drei Chancen, welche Tore hätten sein müssen. Wenn sich das nur nicht rächen sollte. In der 47. Minute war es der gegnerische Captain Schweier, welcher mit einem «Kuller-Lobball» den Ball im Tor unterbrachte.

Pfanni-Hüter Weber, hatte bei diesem mehrfach abgelenkten Ball keine Abwehrchance. Kurze Zeit später verpasste Pfanni erneut zweimal das Skore zu erhöhen, beide Male stand die gegnerische Torlatte dem Erfolg im Weg. Als Herisau in der 54. Minute durch ein Pfanni-Eigentor auf 5:3 verkürzen konnte, war zum einem die Spannung im Spiel zurück und zum andern die Appenzeller Fans wieder hellwach.

Intensive Schlussphase

Es wurde somit eine äusserst intensive Schlussphase. In der 56. Minute parierte Weber einen Herisauer Abschluss grandios, doch der abgewehrte Ball sprang an den Fuss von Hafner, und von dort erneut ins eigene Tor und so stand es nur noch 5:4 aus Sich der Zürcher Oberländer. Doch mit viel Wille und Kampfgeist brachten die Zürcher das Resultat über die Runde und sicherten sich die drei wichtigen Punkte und somit das 6-Punkte-Wochenende.

Torhüter Weber resümierte nach dem Spiel «Wir haben über 45 Minuten grossartig gespielt und Pfanni-Power-Unihockey gezeigt. Etwas schade, konnten wir im dritten Drittel unsere Kaltblütigkeit nicht mehr ins richtige Tor ausnutzen. Schlussendlich zählt der Sieg und den haben wir an diesem Wochenende zwei Mal geholt.»

Dieses Wochenende hat definitiv Lust auf mehr gemacht und am nächsten Wochenende warten ja mit dem UHT Eggiwil im Cup und dem noch ungeschlagenen Unihockey Limmattal in der Meisterschaft zwei echte Prüfsteine – Spannung, gutes Unihockey und Stimmung sind also definitiv garantiert.