Der UHC Pfannenstiel hat das spannende Zürichsee Derby gegen die Jona-Uznach Flames unglücklich in der Verlängerung verloren.
Der UHC Pfannensteil
Der UHC Pfannensteil gegen die Jona-Uznach Flames - UHC Pfannenstiel

Der UHC Pfannenstiel verliert das Zürichsee Derby gegen die Jona-Uznach Flames unnötigerweise mit 4:5 nach Verlängerung und verschenkt so zwei Punkte. Trotz spielerischer Überlegenheit verstand es das Heimteam nicht den aufopferungsvoll kämpfenden Gegner in die Schranken zu weisen.

Pfannenstiel versuchte von Beginn an das Spieldiktat an sich zu reisen und hatte viel Ballbesitz. Gefährliche Abschlüsse waren aber bis in die 10. Spielminute Mangelware. Dann war es Heierli, der mit einem Backhand-Abschluss knapp über die Querlatte drosch und die Pfanni-Führung nur hauchdünn verpasste.

Drei Minuten später war dann der stark aufspielenden Flames-Hüter Tschopp doch das erste Mal bezwungen. Hafner traf nach einem Bogenlauf zur 1:0 Heimführung. Diese hielt jedoch nur knapp eine Zeigerumdrehung. Wellauer fasste sich ein Herz und traf aus der Halbdistanz zum 1:1 Ausgleich.

Dies war auch das Pausenresultat. Pfanni konnte mit dem bis anhin Gezeigten nicht zufrieden sein. Zu viele einfache Fehler wurden gemacht, zu wenig Intensität war im Spiel und auch im Abschluss waren die Zürcher Oberländer zu wenig konsequent. Die Flames seinerseits kämpften ausgesprochen solidarisch.

Pfanni startet druckvoll ins zweite Drittel

Zu Beginn des zweiten Drittels konnte Pfanni mehr Druck erzeugen. In der 22. Minute rettete Tschopp gegen einen Ablenker von Schellenberg. In der 26. Minute war es dann Carigiet, der die Druckphase doch noch in etwas Zählbares umwandeln konnte und einen Pass von Kellermüller im Gehäuse der St.Galler unterbrachte.

Erneut liessen sich die jungen Jona-Uznach Flames aber nicht aus dem Konzept bringen und nutzten zu Spielminute einen Ballverlust des Heimteams eiskalt zum erneuten Ausgleich aus. Dieses Mal war es Swoboda der traf.

In der 38. Minute hatte Nideröst die erneute Pfanni-Führung auf dem Stock, konnte den Ball aber nicht m Tor unterbringen. Spielstand somit nach 40 gespielten Minuten 2:2. Trotz weiterhin optischer Überlegenheit des Heimteams war das Schussverhältnis nach wie vor ausgeglichen.

Pfani ging im letzten Drittel in Führung

Somit musste das letzte Drittel über Sieg und Niederlage entscheiden. Pfanni bündelte seine Kräfte und reduzierte auf 2 Linien. Der eingewechselte Suter brauchte ganze 89 Sekunden um Pfanni erneut in Führung zu schiessen. Er verwertete die mustergültige Vorlage von Bartenstein in den Slot. Mit dieser Führung im Rücken spielte Pfanni nun souverän auf.

In der 49. Minute war es Nideröst, der eine schöne Kombination über mehrere Stationen abschliessen konnte. Der finnische Flames-Trainer Kinnunen sah sich nun gezwungen das Time-Out einzuziehen und seine Mannen für die Schlussoffensive einzustimmen.

In letzten Sekunden gab Pfanni die Führung her

In der 55. Minute konnten die St-Galler-Gäste den Anschlusstreffer bejubeln. Ein Freistoss von Mattsson fand flach den Weg ins Gehäuse von Torhüter Studer. Kurze Zeit später hatte Pfanni durch Luchsinger eine Grosschance – einige sahen den Ball im Tor und andere nicht. Der gut postierte Schiedsrichter gab den Treffer nicht.

Drei Minuten vor Schluss ersetzten dann die Flames den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler und wollten so den Ausgleich erzwingen und diese Aktion war von Erfolg gekrönt. Nach einer schönen Seitenverlagerung von Swoboda traf Liechti direkt zum 4:4 Ausgleich.

Die Verlängerung konnte die Flames für sich entscheiden

Somit ging das Spiel in die Verlängerung und dort behielten die Flames das bessere Ende für sich. Nach 50 Sekunden schloss Swoboda einen 3:2-Konter erfolgreich zum vielumjubelten Gäste-Sieg ab.

Die Flames haben den Sieg keinesfalls gestohlen, denn sie traten auf aufopferungsvoll kämpfende Einheit auf und spielten defensiv sehr solide. Bei Pfanni hingegen kamen nur wenige Spieler wirklich auf Betriebstemperatur.

Verteidiger Heierli fand eine nüchterne Analyse nach dem Spiel

Verteidiger Heierli fasste das Spiel wie folgt zusammen: «Der Gegner war aufsässig und hat es uns mit einer disziplinierten und aktiven Defensive bereits in der Auslösung schwer gemacht. Dennoch fanden wir darauf oftmals gute Lösungen und hatten Geduld, wobei wir aus dem Ballbesitz in der Offensive zu wenig Überraschungsmomente kreieren konnten. Letztlich zwei verlorene Punkte, für deren Verlust wir selber verantwortlich sein.».

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