Wölfe im Rheintal unterwegs - Schafe sollen besser geschützt werden

Im St. Galler Rheintal und in den angrenzenden Gebieten haben vermutlich zwei bis drei Wölfe in den letzten Wochen mehrere Schafe und eine Ziege gerissen. Nun sollen Tierhalter in der Region den Herdenschutz verbessern.

Wolf
Aktuell läuft die dritte Regulierungsphase für Wölfe. (Symbolbild) - keystone

Seit Ende Oktober seien im St. Galler Rheintal und in Ausser- und Innerrhoden elf Schafe und eine Ziege von Wölfen getötet und fünf weitere Schafe verletzt worden, fasste das St. Galler Amt für Natur, Jagd und Fischerei am Montag verschiedene frühere Meldungen zusammen.

Aufgrund der Nachweise und der räumlichen Verteilung in den Gemeinden Altstätten, St. Margrethen, Oberriet und Grabs seien aktuell zwei oder sogar drei Wölfe im Gebiet unterwegs. Auch im Appenzellerland in den Gemeinden Walzenhausen, Wolfhalden, Schachen Reute, Speicher und Urnäsch sowie im Bezirk Oberegg wurden mehrere Risse und Beobachtungen von Wölfen - teilweise auf relativ kurze Distanz - gemeldet.

Die Schafhalter seien von den zuständigen Fachstellen über die Situation informiert worden. Um weitere Schäden an Schafen zu reduzieren, «ist ein ausreichender Herdenschutz auf der Weide mit Elektrozaun wichtig», heisst es in der Mitteilung. Schafe sollten falls möglich «nachts eingestallt» werden. Die Entwicklung zeige, dass mit der steigenden Wolfspopulation in ganz Mitteleuropa auch mit mehr durchziehenden Einzeltieren zu rechnen sei.

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