St.Gallen zieht positive Bilanz zur Frauen-EM 2025

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Die Stadt St.Gallen bilanziert die Frauen-EM 2025 als vollen Erfolg: Drei ausverkaufte Spiele, starke Wertschöpfung und 0,9 Millionen Franken Budgetreserven.

Blick auf die Stiftskirche St. Gallus und St. Otmar in der Stadt St. Gallen.
Blick auf die Stiftskirche St. Gallus und St. Otmar in der Stadt St. Gallen. - Nau.ch / Simone Imhof

Wie die Stadt St.Gallen mitteilt, war die Frauenfussball-Europameisterschaft für Stadt und Region St.Gallen durchwegs ein Erfolg: Dreimal ein ausverkauftes Stadion, überdurchschnittlich viele Gäste sowie ein unter-schrittenes Budget.

Der von Stadt und Kanton St.Gallen gemeinsam gesprochenen Verpflich-tungskredit von insgesamt 2,8 Millionen Franken für die Austragung der Fussball Europameisterschaft der Frauen 2025 in St.Gallen wurde um total 0,9 Millionen Franken unterschritten. Dies geht aus dem nun vorliegenden Schlussbericht des lokalen Organisationskomitees hervor.

Frauen-EM 2025 bringt St.Gallen volle Stadien und Wertschöpfung

Die Frauenfussball-Europameisterschaft 2025 war ein grosser Erfolg für die Schweiz sowie für die Stadt und Region St.Gallen. Die Stadt war Host City für drei Vorrundenspiele am 4., 9. und 13. Juli 2025. Das Stadion war dreimal ausverkauft, und die vielen angereisten Fans bescherten St.Gallen auch eine grosse wirtschaftliche Wertschöpfung.

Die Hotelbelegung lag mit 65 Prozent bis 92 Prozent weit über den vergleichbaren Durchschnittswerten. ​Alle drei Spiele konnten sicher durchgeführt werden, die bestehenden Sicherheits- und Verkehrskonzepte für Fussballspiele bewährten sich.

Es gab keine nennenswerten Zwischenfälle in der Stadt oder im Stadion. Die Stimmung blieb durchwegs friedlich. Dank des ÖV-Kombitickets wählten zudem mehr als 85 Prozent der Zuschauerinnen und Zuschauer eine nachhaltige Anreise an die Spiele in St.Gallen.

Die erfolgreiche Frauen-EM 2025 trug dazu bei, St.Gallen gemäss der Vision des Stadtrates als Sport- und Kulturstadt mit nationaler und internationaler Ausstrahlung zu positionieren und sich auch für künftige Sport-Grossveranstaltungen zu empfehlen.

Budget unterschritten

Im Februar 2023 bewilligte das Stadtparlament einen gemeinsam von Kanton und Stadt gesprochenen Verpflichtungskredit von 2,8 Millionen Franken für die Organisation und Durchführung der Spiele im Stadion St.Gallen.

Darin enthalten waren beispielsweise die Kosten für das lokale Organisationskomitee, für das Verkehrs- und Sicherheitskonzept, das öV-Kombiticket und das Bereitstellen von Extrabussen, die nachhaltige regionale Fussballförderung («Legacy») sowie Begleitanlässe und Rahmenaktivitäten.

Der nun vorliegende Schlussbericht des lokalen Organisationskomitees hält fest, dass die effektiven Ausgaben in der Höhe von rund 1,9 Millionen Franken liegen und damit um 0,9 Millionen Franken unter dem Gesamtbudget von 2,8 Millionen Franken liegen.

Kostendisziplin und Freiwillige sichern positives EM-Ergebnis

Die Gründe für dieses erfreuliche Ergebnis liegen zum einen am stets kostenbewussten Umgang und umsichtigen Einsatz der finanziellen und personellen Ressourcen durch das Organisationskomitee sowie der diversen Partner: Kanton St.Gallen, St.Gallen-Bodensee Tourismus und FC St.Gallen.

Insbesondere konnten die Personalkosten dank der Mitarbeit und Unterstützung von zahlreichen städtischen Mitarbeitenden in der Organisation sowie rund 200 Freiwilligen niedrig gehalten werden.

Zum anderen wurden keine Reserven und auch keine Rückstellungen für die UEFA Volunteers, für Schadenfälle, Unwetter oder die Möglichkeit eines Hochrisikospiels gebraucht. Die Aufwände der Host City St.Gallen wurden zudem dank der Beteiligung der UEFA, des Bundes und diverser regionaler Partner verringert.

Nachhaltige regionale Förderung

Im Rahmen des Turniers wurden dreissig Massnahmen zur langfristigen Förderung des Mädchen- und Frauenfussballs erfolgreich umgesetzt.

Dazu gehören Schnuppertrainings, Netzwerk-Veranstaltungen, Lehrgänge, Workshops und Weiterbildungen für Trainerinnen, Schiedsrichterinnen, Vereinsfunktionärinnen und Lehrpersonen sowie die Anschaffung von 24 Mini-Goals für städtische Schulwiesen.

Im Sinne einer langfristigen und nachhaltigen Unterstützung werden regionale Partner diese Projekte künftig bestmöglich fortführen.

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