Wie die Stadt St. Gallen mitteilt, ist die Sanierung der Liegenschaft Oberstrasse 227 fertiggestellt.
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Die Regierung in St. Gallen hat das bisherige Finanzleitbild aus 2002 ersetzt. - keystone

Nach der Bauphase und Sanierung der Oberstrasse 227, vermietet die Stadt St.Gallen das Wohnhaus per 1. Juli 2021 wiederum dem St.Gallischen Hilfsverein SGHV, der dort kollektives Wohnen in der Wohngemeinschaft «Ahorn» anbietet.

Mitte Juni 2021 wurde die Sanierung der Liegenschaft Oberstrasse 227 abgeschlossen. Die Stadt St.Gallen vermietet diese, wie bereits vor der Sanierung, dem St.Gallischen Hilfsverein SGHV, der dort kollektives Wohnen in der Wohngemeinschaft Ahorn anbietet.

Der SGHV bietet Menschen mit psychischer Beeinträchtigung darüber hinaus Wohnbegleitung und Psychiatrische Spitex, Tagesstruktur und finanziellen Support für Einzelpersonen und Familien an.

Mit Patenschaften «Mia & Max» unterstützt der SGHV neu auch Kinder betroffener Eltern. Die Schlüsselübergabe in der Wohngemeinschaft Ahorn fand am 17. Juni 2021 statt.

Planung und Umsetzung der Sanierung

Die Stadt St.Gallen ist bereits seit 1985 Eigentümerin der Liegenschaft an der Oberstrasse 229. Im Jahr 2015 konnte die zweite Haushälfte erworben werden, was die Verbindung der beide Haushälften und die Sanierung zur betrieblichen Nutzung möglich machte. 2017 sprach der Stadtrat einen Planungskredit für das Projekt aus.

Die Sanierung umfasst neben energetischen Massnahmen, wie der Ersatz aller Fenster, auch Anpassungen zur Unfallverhütung und der Hindernisfreiheit. Dabei wurde die Absturzsicherung nachgerüstet und insbesondere auf die Bedürfnisse von Menschen mit psychischer

Beeinträchtigung eingegangen. Das sind beispielsweise eine gute Ausleuchtung der Treppen, eine Sichtbarmachung der Trittkanten und ein ansprechendes Farbkonzept der allgemein genutzten Räume.

Da die Wohngemeinschaft «Ahorn» des SGHV dem Richtraumprogramm für Bauten der Invalidenversicherung unterliegt, wurde das kantonale Amt für Soziales in die Planung miteingebunden.

Mehr Raum für die Bewohnerinnen und Bewohner

Nach der Sanierung befindet sich im Erdgeschoss der Liegenschaft eine Tagesstruktur mit Küche, ein Wohn- und Essbereich sowie Atelier und Räume für Betreuende. In den zwei Ober- und dem Dachgeschoss befinden sich die Zimmer von Klientinnen und Klienten, die alle als autonome Wohnungen funktionieren.

Da die Liegenschaft durch die Sanierung verbunden wurde und deshalb nur noch ein Treppenhaus benötigt, wurde der neu geschaffene Raum zu Computer-, Näh- und Disponibelzimmer, welche allen Klientinnen und Klienten zur Verfügung stehen, umgebaut.

Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf rund CHF 2.82 Mio. Der Mietvertrag mit dem SGHV wurde für zehn Jahre fest abgeschlossen, mit einer Verlängerungsoption von jeweils zwei Mal fünf Jahren.

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