In St. Gallen wird die Beleuchtung von neun Wahrzeichen am 26. März 2022 für 60 Minuten von 20.30 bis 21.30 Uhr ausgeschaltet.
St. Gallen Altstadt. (Symbolbild) - Pixabay

Die nächsten Jahre sind im Kampf gegen die Klimakrise entscheidend. Gelingt es nicht, die Erderwärmung zu bremsen, drohen Mensch und Natur tiefgreifende Konsequenzen. Umso wichtiger ist es, dass gemeinsam ein Zeichen gesetzt wird: Die Stadt St. Gallen unterstützt die «Earth Hour»-Aktion des WWF Schweiz und schaltet am 26. März 2022 von 20.30 bis 21.30 Uhr die Beleuchtung von neun St. Galler Wahrzeichen aus.

Die St. Galler Kathedrale, der Uhrturm der Hauptpost, das Kloster Notkersegg, die Falkenburg sowie die Kirchen St. Laurenzen, St. Mangen, Linsebühl und die Christuskirche am Rosenberg bleiben für eine Stunde im Dunkeln. Durch das bewusste Ausschalten des Lichts setzen sich Städte, Unternehmen und Privatpersonen für mehr Natur- und Klimaschutz ein.

Stadtklima unter Druck

Die Klimakrise hat mit steigenden Temperaturen und grösserer Trockenheit auch Auswirkungen auf die Stadt St. Gallen. Im Jahr 2021 hat der Stadtrat den Fachbericht «Stadtklima St. Gallen» verabschiedet. Im Fokus steht die Anpassung an den Klimawandel.

Eine Analyse der Klimasituation verdeutlicht den Handlungsbedarf bezüglich Hitzeinseln und Kühlung. Mit fünf Handlungsbereichen zeigt der Bericht auf, wie das Stadtklima verbessert werden kann. Mit dem sich verändernden Klima gerät auch die Biodiversität weiter unter Druck.

Im dicht besiedelten Raum gibt es schon heute zu wenig Flächen und Nischen für Tiere und Pflanzen. Insbesondere fehlt die Vernetzung von einzelnen Lebensräumen untereinander. Mehr Begrünung in der Stadt St. Gallen verbessert das Stadtklima, gibt zusätzlichen Platz für die Biodiversität und erhöht gleichzeitig die Lebensqualität für die Menschen.

Sparsamer mit Ressourcen umgehen

Die «Earth Hour» ist keine Massnahme, um Strom zu sparen – sie ist ein symbolischer Akt mit der Botschaft, dass der Klimawandel gebremst werden kann, wenn die Menschen sorgfältiger mit den Ressourcen umgehen. Mehr als 7000 Städte sowie Einzelpersonen, Unternehmen und Organisationen nehmen an der diesjährigen Earth Hour teil. St. Gallen macht mit – ganz im Sinne des Energiekonzepts 2050.

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