Die Universität St. Gallen hat die wirtschaftliche Bedeutung der Olma Messen für Stadt und Region untersucht. Dabei ging es auch um Verbesserungsmöglichkeiten. Direkt oder indirekt sind mit den Aktivitäten der Olma rund 1350 Vollzeitstellen verbunden.
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Bundesrat Ueli Maurer an der Olma 2013. - Keystone

Aus der Geschäftstätigkeit der Olma Messen mit ihren Messen, Kongressen und Events resultierten «vielfältige wirtschaftliche Effekte für die Stadt St. Gallen und die Ostschweiz», heisst es in der Mitteilung der Olma Messen vom Mittwoch.

Untersucht wurde die Wertschöpfung des Geschäftsjahrs 2019 - dem letzten normalen Jahr vor der Corona-Pandemie. Damals fanden auf dem Messegelände sieben Eigenmessen und drei Gastmessen mit 3000 Ausstellern und über 600'000 Besucherinnen und Besuchern statt. Weiter gab es 100 Kongresse und Veranstaltungen mit knapp 90'000 Teilnehmenden.

Die Olma Messen erzielten 2019 Gesamtumsätze von rund 294 Millionen Franken. Davon fielen rund 177 Millionen Franken in den Ostschweizer Kantonen an. Die direkten und indirekten Umsätze für die Stadt und Agglomeration St. Gallen betrugen laut Studie des Instituts für Systemisches Management und Public Governance (IMP-HSG) rund 141 Millionen Franken.

Mit den Aktivitäten der Olma Messen seien in der Ostschweiz «direkte, indirekte und induzierte Beschäftigungseffekte von rund 1350 Vollzeitstellen verbunden», heisst es weiter. Rund vier Fünftel fielen auf Stadt und Agglomeration St. Gallen.

In der Studie ging es auch um mögliche Verbesserungen. Zu den Vorschlägen zählt etwa die Steigerung der Anzahl regionaler Anbieter an den Publikumsmessen. Auswärtige Aussteller seien bei der Olma mit einer Standfläche von 60 Prozent stark vertreten.

Als weitere Hebel wurden der Auf- und Ausbau von Fachmessen sowie die Steigerung der Anzahl von Kongressen mit nationaler oder internationaler Ausstrahlung aufgeführt. Neue Möglichkeiten wird dafür die sich im Bau befindende neue Halle 1 eröffnen. Mit 9000 Quadratmetern Fläche bietet sie Platz für bis zu 12'000 Personen.

Damit die regionale Wertschöpfung erhöht werden kann, braucht es laut Studie eine Weiterentwicklung «des bisher vor allem ländlich traditionell geprägten Images» sowie ein enges Zusammenspiel in Strategie und Vermarktung mit der Standortförderung der Stadt und mit St. Gallen-Bodensee-Tourismus.

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