Am 5. Mai 2022 beginnt im Osten der Stadt das Projekt Zämegolaufe. Ziel ist es, den sozialen Austausch und die Aktivität von Menschen über 60 zu fördern.
Stadt St. Gallen
Blick auf die Stadt St. Gallen. (Symolbild) - Keystone

Kontakte knüpfen und sich dabei regelmässig bewegen. Das will das Projekt «Zämegolaufe» ermöglichen. Menschen ab 60 Jahren treffen sich im Osten der Stadt zum Spazieren und werden von einem Parcoursleiter begleitet. Es gibt drei Intensitätsstufen, von gemächlich bis zügig, zwischen einem und zehn Kilometern.

Ein Kernteam von Freiwilligen organisiert geeignete Parcours und leitet die Spaziergänge, welche wöchentlich stattfinden. Finanziert wird das Projekt je zur Hälfte von Stadt und Kanton St. Gallen.

Tiefe Einstiegsschwelle als Erfolgsfaktor

Für die Dienststelle Gesellschaftsfragen ist das Projekt ein Schritt Richtung «sorgende Gemeinschaft». Es bringt Menschen an ihrem Wohnort zusammen und setzt einen Gegentrend zur Anonymität. Zämegolaufe startete 2015 als Pilotprojekt der Universität Zürich mit der Gemeinde Wetzikon.

Das Ziel ist eine Antwort auf die Frage, wie sich die körperliche Aktivität von Menschen über 60 regelmässig und nachhaltig fördern lässt. Aus dem Pilotprojekt wurden feste Angebote zur Krankheitsprävention in diversen Zürcher Gemeinden und Städten.

Ein Erfolgsfaktor ist die bewusst tiefe Einstiegsschwelle. Eine An- oder Abmeldung ist nicht nötig und es gibt auch keine Verpflichtung, regelmässig mitzumachen. Die Teilnehmenden werden auf jedem Rundparcours begleitet und das Angebot ist kostenlos. Die Stadt St. Gallen ist nun die erste Gemeinde ausserhalb des Kantons Zürich, die Zämegolaufe umsetzt.

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