Die Ostschweizer Kantone intensivieren ihre Zusammenarbeit im öffentlichen Verkehr (öV). Sie setzen sich zum Ziel, die gemeinsame Interessenvertretung gegenüber Dritten zu stärken, Synergien zu nutzen und den öffentlichen Verkehr in der Ostschweiz weiterzuentwickeln.
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Ein Bus der St. Galler Verkehrsbetriebe. - Twitter/@sanktgallen

Zur Regelung der Zusammenarbeit wurde eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen, wie es am Montag in einer gemeinsamen Mitteilung der sieben Ostschweizer Kantone heisst. Der Kanton St. Gallen übernimmt dabei die Geschäftsstelle, für die ein Pensum von rund 30 Prozent vorgesehen ist.

Die Kantone Glarus, Schaffhausen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, St.Gallen, Graubünden und Thurgau würden beim öffentlichen Verkehr bereits heute gut zusammenarbeiten. Diese Zusammenarbeit soll nun weiter verstärkt werden.

Nur wenige öV-Linien in der Ostschweiz verlaufen ausschliesslich durch einen Kanton und auch die meisten Transportunternehmen sind kantonsüberschreitend unterwegs. Bei der Planung, Bestellung und Finanzierung des Ostschweizer öV-Angebots brauche es daher eine optimale Absprache zwischen den beteiligten Kantonen.

Mit der engeren Zusammenarbeit werde die Interessenvertretung gegenüber Dritten weiter gestärkt, heisst es im Communiqué weiter. Das ermögliche den Ostschweizer Kantonen, gegenüber dem Tarifverbund Ostwind, den Transportunternehmen, den anderen Kantonen, den Nachbarländern und dem Bund einheitlich und stark aufzutreten und Ostschweizer Anliegen erfolgreich vorzubringen.

Ein weiterer Aspekt der Zusammenarbeit ist die vermehrte Nutzung von Synergien. Synergiepotenziale bestehen bei der Bestellung von gemeinsamen öV-Linien, im Controlling und in der Berichterstattung. Weitere Ziele sind die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit des öffentlichen Verkehrs sowie die proaktive Weiterentwicklung des öV-Systems, wovon die Fahrgäste profitieren können.