Rund 400 Firmen im Kanton St. Gallen lassen ihre Mitarbeitenden regelmässig testen. Am Montag zog der Kanton eine Zwischenbilanz. Mit der Lockerung der Homeoffice-Pflicht komme den Betriebstestungen zusätzliche Bedeutung zu, hiess es.
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Ein verpackter Corona-Schnelltest zur Selbstanwendung. - POOL/AFP

Heute Montag treten in der Schweiz zahlreiche Lockerungen in Kraft, die den Weg aus der Corona-Pandemie ebnen sollen. Für Betriebe, die ihre Mitarbeitenden regelmässig testen lassen, wird die Homeoffice-Pflicht in eine Empfehlung umgewandelt.

Im Kanton St. Gallen können seit Anfang April Betriebstestungen vorgenommen werden. Inzwischen haben sich dafür 386 Firmen und Betriebe angemeldet, wie die St. Galler Kantonsärztin Danuta Zemp am Montag vor den Medien sagte. Das St. Galler Testsystem sei «kompakt, effektiv und kostengünstig». Die Resultate lägen in der Regel innerhalb von 24 Stunden vor.

Die Testungen werden als gepoolte Speichel-PCR durchgeführt. Dafür werden jeweils zehn Speichelproben in einer Sammelprobe zusammengefasst, die im Zentrum für Labormedizin in St. Gallen untersucht wird. Jede Woche werde in 800 Pools à zehn Personen getestet. Die Positivitätsrate liegte bei 1,5 Prozent der Pools. «Unser System würde noch eine viermal grössere Menge vertragen,» sagte Zemp.

Im Kanton St. Gallen gibt es über 30'000 Unternehmen. Viele davon sind Einpersonen-Betriebe. «Wir hätten erwartet, dass mehr Firmen mitmachen», sagte Markus Bänziger, Direktor der IHK St. Gallen-Appenzell.

Firmen und Betriebe, die ihren Mitarbeitenden regelmässige Testungen anbieten, sind im Kanton St. Gallen am Arbeitsplatz von der Kontaktquarantäne befreit. Im privaten Umfeld müssten die Quarantäne-Vorgaben des Contact Tracing weiterhin eingehalten werden, so die Kantonsärztin.

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