Kranke Buche beim Kunstmuseum musste gefällt werden
Die Stadt Solothurn hat die Buche beim Kunstmuseum wegen eines akuten Sicherheitsrisikos gefällt. Im Frühjahr 2027 sollen drei neue Eichen gepflanzt werden.

Wie die Stadt Solothurn schreibt, musste die Buche beim Kunstmuseum aufgrund eines akuten Sicherheitsrisikos fällen. Eine fachliche Beurteilung hatte ergeben, dass ein Pilz das Holz bereits so stark zersetzt hatte, dass die Standfestigkeit des Baumes nicht mehr gewährleistet war. Der Bereich rund um die Buche wurde deshalb zunächst weiträumig abgesperrt. Die Fällung war unumgänglich, da die Sicherheit von Personen nicht mehr gewährleistet werden konnte.
Stadtbäume leisten einen wichtigen Beitrag zum Stadtklima und zur Biodiversität. Gleichzeitig setzen zunehmende Hitze- und Trockenperioden insbesondere älteren Bäumen zu. Geschwächte Bäume sind anfälliger für Krankheiten und Pilzbefall.
Dadurch kann die Stabilität eines Baumes beeinträchtigt werden und das Risiko von Ast- oder Stammbrüchen steigen. Die Stadt Solothurn kontrolliert und pflegt ihren Baumbestand deshalb regelmässig. Dabei gilt der Grundsatz, bestehende und insbesondere ältere Bäume möglichst lange zu erhalten. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass ihre Stand- und Bruchsicherheit weiterhin gewährleistet ist.
Standfestigkeit nicht mehr gewährleistet
Die Buche beim Kunstmuseum wurde bereits seit mehreren Jahren baumpflegerisch begleitet. Der Befall durch den Flachen Lackporling (Ganoderma applanatum) war bekannt und wurde im Rahmen der regelmässigen Kontrollen beobachtet. Der Pilz zersetzt das Holz und führt dazu, dass dieses zunehmend an Festigkeit verliert.
Bereits 2023 wurde die Standsicherheit mit einer Lastmessung überprüft und die Krone zur Entlastung zurückgeschnitten. Bei einer erneuten fachlichen Beurteilung am 20. August 2026 zeigte sich, dass sich der Zustand der Buche deutlich verschlechtert hatte.
Der mittlerweile auf allen Seiten des Stammes sichtbare Lackporling hatte das Holz so stark zersetzt, dass die Standfestigkeit nicht mehr gewährleistet werden konnte. Aufgrund dieser Beurteilung bestand ein unmittelbares Sicherheitsrisiko. Der Bereich rund um den Baum wurde weiträumig abgesperrt und die Buche musste aus Sicherheitsgründen gefällt werden.
Trotz der notwendigen Fällung wird die Buche nicht vollständig entfernt. Ein rund 2,5 Meter hoher Teil des Stammes bleibt als sogenannter Habitatbaum bestehen. Das sich langsam zersetzende Holz bietet Insekten, Pilzen und anderen Organismen wertvollen Lebensraum und trägt damit weiterhin zur Biodiversität bei. Der verbleibende Stamm wird sich aufgrund der fortschreitenden natürlichen Zersetzung in den kommenden Jahren nach und nach abbauen.
Drei neue Bäume als Ersatz
Im Frühjahr 2027 werden im Bereich des bisherigen Baumstandortes drei Traubeneichen oder Flaumeichen gepflanzt. Diese Baumarten sind besser an trockene und wärmere Bedingungen angepasst und weisen gleichzeitig einen hohen ökologischen Wert auf.
Die Ersatzpflanzungen sind Teil der Bestrebungen der Stadt, ihren Baumbestand schrittweise an die veränderten klimatischen Bedingungen anzupassen. Bereits im Frühjahr 2026 wurden im Stadtpark mehrere Eichen neu gepflanzt. Weitere Pflanzungen sind in den kommenden Jahren vorgesehen. Für die Stadt gilt weiterhin der Grundsatz, bestehende und insbesondere ältere Stadtbäume möglichst lange zu erhalten.
Bei der Buche beim Kunstmuseum war dies aufgrund der fortgeschrittenen Schädigung und des daraus entstandenen Sicherheitsrisikos nicht mehr verantwortbar. Mit dem Erhalt eines Habitatstammes und den vorgesehenen Ersatzpflanzungen wird dem ökologischen Wert des Standortes Rechnung getragen.










