Solothurner Unternehmen, die zum Bezug von Härtefallhilfe berechtigt sind, erhalten neu einen Vorschuss von 60 Prozent dieses Betrags. Die 60 Prozent gibt es auch dann, wenn noch nicht alle Dokumente beim Kanton eingereicht worden sind.
Kurt Fluri
Die Altstadt von Solothurn. - Keystone

Solothurner Unternehmen, die zum Bezug von Härtefallhilfe berechtigt sind, erhalten neu einen Vorschuss von 60 Prozent dieses Betrags. Die 60 Prozent gibt es auch dann, wenn noch nicht alle Dokumente beim Kanton eingereicht worden sind. Die Prüfung der Härtefallbeiträge, die nicht zurückgezahlt werden müssen, sei anspruchsvoll und dauere länger als erwartet, teilte die Solothurner Staatskanzlei am Donnerstag mit. Dies deshalb, weil die Gesuche häufig unvollständig beim Kanton eintreffen würden. Den Vorschuss gebe es nun, damit notleidende und von den Behörden geschlossene Unternehmen dennoch möglichst rasch Geld erhalten würden. Denn der Druck für die betroffenen Unternehmen sei sehr hoch.

Für die 60 Prozent Vorschuss müssen in einem ersten Schritt noch nicht alle Dokumente eingereicht werden. Auf eine Fixkostenübersicht und auf die Mehrwertsteuerabrechnungen oder auf die durch einen Treuhänder bestätigten Jahresumsätze kann zunächst verzichtet werden. Wenn ein Unternehmen behördlich geschlossen worden ist, muss es auch den Jahresabschluss 2020 noch nicht einreichen. Alle anderen Unternehmen müssen diese Zahlen jedoch vorlegen.

Wenn sämtliche anderen Unterlagen eingereicht werden, gibt es den Vorschuss. Der Kanton bezahlt diesen automatisch; die Unternehmen müssen ihn nicht von sich aus verlangen. Die restlichen 40 Prozent erhalten die Unternehmen, wenn die fehlenden Unterlagen eingereicht und geprüft worden sind.