Sissach: Denkmaltag lockt mit Führungen durch Kirchen und Dorfkern
Am 12. September 2026 finden in Sissach zahlreiche Führungen zum Tag des Denkmals statt – von der Parkanlage des Schloss Ebenrain bis zum Cheesmeyer.

Am diesjährigen Tag des Denkmals werden am 12. September 2026 in Sissach zahlreiche Führungen angeboten. Unter anderem werden sowohl die reformierte als auch die katholische Kirche, archäologische Fundstücke, die Parkanlage des Schloss Ebenrain, der Cheesmeyer sowie der Ort Sissach selbst mit Blick auf seine historische und aktuelle Entwicklung gezeigt.
Die Kantonale Denkmalpflege des Kantons Basel-Landschaft und die Gemeinde Sissach stellten heute am Mediencafé die Aktivitäten rund um den Denkmaltag vom 12. September 2026 vor. Seit einigen Jahren werden die Denkmaltage jeweils schwerpunktmässig in einer Gemeinde im Baselbiet durchgeführt. Dieses Jahr ist die Gemeinde Sissach Schauplatz für zahlreiche Aktivitäten rund um das gesamtschweizerische Motto «In Gefahr?».
Die Europäischen Tage des Denkmals 2026 in Sissach bieten ein vielfältiges Programm rund um Baukultur, Ortsgeschichte und Archäologie. Im Ebenrainpark stehen seine Entwicklung vom Barockgarten zum Landschaftsgarten, die jüngste Weihersanierung sowie die historische Wasserversorgung im Mittelpunkt. Die Führung zur katholischen Kirche St. Josef beleuchtet ihre besondere neuromanische Architektur und zeigt auf, wie sich ihr Umfeld verändert und welche Aufgaben die Denkmalpflege dabei übernimmt.
Ein baukultureller Rundgang durch den Dorfkern vermittelt anhand konkreter Beispiele die Arbeit der Ortsbildpflege und den Umgang mit historischer Bausubstanz.
Mehrere Führungen widmen sich der Geschichte Sissachs: Der historische Dorfrundgang des Heimatschutzes spannt den Bogen von der Jungsteinzeit bis in die Neuzeit, während die Führung «Der Bahnhof als Tor zur Welt» die Entwicklung des Dorfes durch den Eisenbahnbau und die Industrialisierung nachzeichnet. Ein archäologischer Rundgang verbindet sichtbare Baudenkmäler mit verborgenen Fundstellen. Ergänzt wird sie durch eine Popup-Ausstellung mit bedeutenden Funden aus über 6000 Jahren Siedlungsgeschichte sowie einen Infostand zum Kulturgüterschutz.
Weitere Einblicke bieten Führungen durch die reformierte Kirche St. Jakob und das umgebaute ehemalige Pfarrhaus, das heute als Begegnungszentrum genutzt wird. Im Cheesmeyer stehen sowohl die Geschichte des ersten Baselbieter Warenhauses als auch seine aussergewöhnlich gut erhaltenen historischen Tapeten, Linoleumböden und Innenausstattungen im Fokus. Der ortsbauliche Spaziergang «Anatomie des Raums» diskutiert schliesslich die Chancen und Herausforderungen einer qualitätsvollen Verdichtung im historischen Dorfkern.
Schliesslich führt ein Rundgang durch das Heimatmuseum mit seinen volkskundlichen Sammlungen, einer Vorführung am historischen Bandwebstuhl und der Sonderausstellung «Sissech 800 Joor».
Zusätzlich zum Programm in Sissach finden in Augst Führungen zur Erhaltung der Curia Augusta Raurica statt.
Eröffnet wird der Denkmaltag bei der katholischen Kirche an der Felsenstrasse 14 am Samstag, 12. September um 10 Uhr von Regierungsrat Isaac Reber, Gemeindepräsident Peter Buser und der Kantonalen Denkmalpflegerin Sabine Sommerer. Im Anschluss wird ein Apéro offeriert. Die Bevölkerung ist herzlich dazu eingeladen.
Ziel der Europäischen Tage des Denkmals ist es, bei einem breiten Publikum das Interesse an Kulturgütern und deren Erhaltung zu wecken.










