Erste Seilparks machen wegen Dürre dicht
Wegen der Trockenheit müssen erste Seilparks in der Hochsaison schliessen. Weil die Bäume schwach sind, ist die Sicherheit nicht gewährleistet.

Das Wichtigste in Kürze
- Wegen der Dürre schliessen erste Seilparks.
- Die Bäume sind geschwächt, Äste können abbrechen, die Sicherheit ist nicht gewährleistet.
- Für den Betreiber ist es eine Achterbahnfahrt, er wisse nicht, wie es weitergehe.
Vielerorts sehen die Wälder bereits sehr herbstlich aus, die Blätter sind braun verfärbt. Der Grund: die anhaltende Trockenheit. Und darunter leiden die Seilparks.
In Reigoldswil BL und Rheinfelden AG beispielsweise mussten sie geschlossen werden, wie Betreiber Reto Schweizer gegenüber SRF sagt. Am Samstag sei der Betrieb eingestellt worden.
Er begründet es damit, dass die Sicherheit nicht mehr gewährleistet sei. «Selbst grüne Bäume verlieren teils dicke Äste.» Dadurch sei die Gefahr für die Besucher zu gross.
Selbst eigentlich hitzeresistente Baumarten leiden unter der Hitze und der Dürre. Alte Buchen würden absterben, viele Stämme wiesen grosse Risse auf. Die Blätter seien verdorrt, weil die Bäume einen «Sonnenbrand» haben.
Mitte August bis September ist laut Schweizer eigentlich die beste Saisonzeit für die Seilparks. «Wir verlieren den stärksten Monat», klagt er.
Bäume werden dünner, Installationen passen nicht mehr
Die 50 Mitarbeitenden musste er zu 100 Prozent auf Kurzarbeit setzen. Weil die Schliessung so kurzfristig beschlossen wurde, konnten sie von einem Tag auf den nächsten nicht mehr zur Arbeit gehen.
Dass Seilparks wegen der Dürre schliessen, ist laut Pit Bangerter, dem Geschäftsführer des Verbands der Seilparks, ein Novum. Er betont aber, dass die Situation regional sehr unterschiedlich sei.
«Unsere Wälder haben jetzt schon Herbst – ungewöhnlich früh», so Bangerter. Die Dürre liesse die Bäume auch dünner werden. Und dadurch passten die Installationen der Parks nicht mehr an die Baumstämme.
Seilpark-Betreiber Reto Schweizer beschreibt die aktuelle Lage als «Achterbahnfahrt». Denn: «Wir wissen nicht, wie es weitergeht.»













