Im Kanton Schwyz haben die Bezirke Höfe und Einsiedeln der neuen Etzelwerkkonzession zur Stromgewinnung durch die SBB für weitere 80 Jahre zugestimmt.
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Kanton Schwyz. (Symbolbild) - Keystone
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Im Bezirk Höfe wurde das Vertragswerk mit einem Ja-Stimmenanteil von 95,5 Prozent gutgeheissen, im Bezirk Einsiedeln betrug die Zustimmung 79 Prozent.

Den Vertrag genehmigen müssen als Konzessionsgeber auch die Kantonsregierungen von Schwyz, Zug und Zürich. Die Konzession soll im ersten Quartal 2023 an die SBB vergeben werden.

Das Etzelwerk ist für die SBB von grosser Bedeutung, denn es produziert zehn Prozent des Schweizer Bahnstroms.

Die fünf Konzessionsgeber profitieren ihrerseits von rund drei Millionen Franken Wasserzinsen, welche die SBB zahlt, und von einer gewissen Menge Strom zu Vorzugskonditionen.

Bezirk Einsiedeln darf weiter Wasser gratis nutzen

Weitere Geldleistungen stammen aus der jährlichen Pumpabgabe und einer einmaligen Konzessionsgebühr.

Rund um den See kommt die SBB zudem für Infrastrukturen auf, so für den Willerzellerviadukt.

Zudem darf der Standortbezirk Einsiedeln eine gewisse Menge Wasser gratis aus dem Stausee entnehmen und das Restwasser zur Stromproduktion nutzen. Weitere Regelungen des Vertrags betreffen den Hochwasser- und Umweltschutz.

Das Etzelwerk ist ein Pumpspeicherkraftwerk. Es besteht aus einem im Hochtal der Sihl gelegenen Stausee, einem Stollen und Druckleitung sowie der Kraftwerkszentrale bei Altendorf SZ.

Erste Konzession dauerte 50 Jahre

Als Erstes hatte die Maschinenfabrik Oerlikon 1897 die Idee, die Sihl im Sihltal zur Stromproduktion zu nutzen.

Gebaut wurde die Anlage aber in den 1930er-Jahren von der SBB und den Nordostschweizerischen Kraftwerke (heute Axpo), seit 1987 gehört sie alleine der SBB.

Die erste Konzession hatte eine Dauer von 50 Jahren. Die Verhandlungen um eine Verlängerung waren vor allem schwierig, weil die Konzessionsgeber einen Heimfall geltend machten. Zwei Mal entschied das Bundesgericht aber im Sinne der SBB.

Die Konzession wurde um 30 Jahre verlängert, schliesslich brauchte es auch noch eine Übergangskonzession. Im Sommer 2021 waren die Verhandlungen so weit gediehen, dass die SBB das neue Konzessionsgesuch einreichen konnte.

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