Traumtor und Torfestival: FCE schlägt Höngg souverän 4:1
Nach 0:1-Rückstand bezwingt der FC Einsiedeln den SV Höngg dank einer grandiosen zweiten Halbzeit verdient mit 4:1 und klettert auf den achten Tabellenplatz.

Enorm wichtiger Heimsieg des FC Einsiedeln gegen Höngg. Wie der FC Einsiedeln mitteilt, gewinnt das Team 4:1 am Ende hochverdient. Nach einem 0:1 Pausenrückstand trafen Lakasi, Borner, Riedi, sowie Albert mit einem traumhaft verwandelten Freistoss für die Einsiedler. Einsiedeln rückt auf den achten Tabellenplatz vor.
Zum Abschluss einer sogenannten englischen Woche, mit drei Partien innerhalb einer Woche, gastierte am Sonntag die zweite Mannschaft des SV Höngg Zürich auf dem Einsiedler Rappenmöösli. Für den FCE ein eminent wichtiges Spiel im Abstiegskampf.
Bereit war der FC Einsiedeln dafür, aber vorerst gar nicht. 45 Minuten Anlaufzeit brauchte die Corrado-Elf ehe sie in die Gänge kam. Dann aber gewaltig. Doch der Reihe nach.
Schwacher Auftritt vor der Pause
Bei besten äusseren Bedingungen, schon fast hochsommerlicher Temperatur, Sonne und eine prächtige Kulisse mit über 400 Zuschauern auf dem Rappenmöösli bekam man einiges geboten. Besonders die Einsiedler Anhänger musste leiden und wie.
Eine Halbzeit lang vermisste man beim FCE fast alles. Einsatz, Spielintelligenz aber vor allem der Wille ein Tor zu erzielen. Die Höngger Reserven profitierten zwar bei ihrem Führungstreffer (27. Minute) von einem groben Schnitzer der Einsiedler Abwehr. Die Gäste hätten aber auch gut einen grösseren Vorsprung zur Pause haben können.
Aufdrehen nach dem Seitenwechsel
Ein wie verwandelter FC Einsiedeln machte das Spiel nach der Pause zu einem richtigen Spektakel. Endlich, endlich zeigte der FCE was eigentlich in ihm steckt. Plötzlich lief der Ball.
Es wurde gefightet und wie. Kurz nach dem Wiederanpfiff besorgte Jordan Laksi den Ausgleich. Zuvor war der Youngstar, als einzige Spitze noch verloren gewesen. Es folgte ein Daueranrennen der Einsiedler.
Mit sofortigem Ergebnis. Nach einem wunderbaren Solo setzte Jan Auf der Maur den Ball «nur» an den Pfosten, Oliver Borner war aber für den Abstauber zu Stelle.
Traumtor von Leandro Albert
Höhepunkt des Spiel war aber das vorentscheidende 3:1 aus Einsiedler Sicht. Leandro Albert zirkelte einen Foulfreistoss wunderschön, aus halblinker Position, in die rechte hohe Torecke. Nicht nur Marke Sonntagsschuss sondern einfach brillant gemacht.
Albert, im nächsten Spiel gesperrt, war nicht nur deswegen herausragend. Als Zugabe markierte der eingewechselte Maxim Riedi, nach einer Energieleistung, noch den vierten Einsiedler Treffer.
Trainer Luca Corrado sprach nach dem Spiel von einem «hochverdienten Sieg». Er mahnte seine Spieler aber auch: «Wir haben die Pflicht immer so eine Leistung abzurufen».
Wichtiger Befreiungsschlag
Ganz stark beim FCE nicht nur die Steigerung im Spiel, sondern auch was die Einwechselspieler für einen Unterschied machten. Höngg, mit einigen Spielern aus seinem 1. Liga-Team, konnte auch physisch je länger je weniger mit den entfesselten Einsiedlern mithalten.
Ein 0:1 Pausenrückstand in einen 4:1 Sieg umzuwandeln war dem FCE letztmals im September 2022 gegen Wollishofen gelungen. Und Einsiedeln schoss erstmals in dieser Saison vier Tore. Nach dem erfolgreichen Abschluss einer intensiven Spielwoche geht es für die Einsiedler nun wieder im normalen Rhythmus weiter.
Das nächste Spiel folgt am kommenden Sonntag. Dann spielt der FCE wieder auf dem Rappenmöösli, in der 19. Meisterschaftsrunde gegen Red Star Zürich. Eine weitere Partie mit Strich-Kampf-Character.






