Seewen SZ: Ehemaliges Hotel Helvetia wird Durchgangszentrum
Im ehemaligen Hotel Helvetia in Seewen SZ entstehen 60 bis 65 Plätze für unbegleitete minderjährige Asylsuchende. Die Inbetriebnahme ist Ende 2026 vorgesehen.

Das Amt für Migration des Kantons Schwyz eröffnet am Seemattliweg 9 in Seewen (ehemals Hotel Helvetia) ein neues Durchgangszentrum für unbegleitete minderjährige Asylsuchende (MNA) und junge Erwachsene.
Die neue Unterkunft ermöglicht eine bedarfsgerechte Unterbringung dieser Personengruppe und schafft zusätzliche Kapazitäten im kantonalen Unterbringungssystem. Die Inbetriebnahme ist Ende 2026 vorgesehen.
Die neue Unterkunft bietet insgesamt 60 bis 65 Plätze für MNA und junge Erwachsene. Die bisher im Durchgangszentrum Biberhof in Bennau und in Ibach untergebrachten Minderjährigen und jungen Erwachsenen werden in die Unterkunft am Seemattliweg 9 in Seewen ziehen.
Betreuung rund um die Uhr
Die Unterkunft verfügt unter anderem über Aufenthalts- und Lernräume sowie Räumlichkeiten für den internen Schulunterricht. Sie liegt zentral und ist mit dem öffentlichen Verkehr gut erreichbar. Die vorhandene Infrastruktur ermöglicht eine altersgerechte Betreuung.
Die Betreuung erfolgt durch die Dienstleistungsorganisation ORS rund um die Uhr, sieben Tage die Woche. Die MNA besuchen tagsüber intensive Deutschkurse, kantonale Integrationsklassen oder das integrative Brückenangebot und werden dort auf eine Berufsausbildung vorbereitet.
Im Gegensatz zu den Erwachsenen, welche teils nach wenigen Monaten in die Gemeinden wechseln, verbleiben die MNA üblicherweise bis zum Abschluss ihrer Ausbildung in den kantonalen Strukturen.
Positive Auswirkungen für die Gemeinden
Die Standortgemeinde Schwyz erhält eine Kompensation bei den ordentlichen Asylzuweisungen. Durch den Umzug werden das Durchgangszentrum Biberhof in Bennau sowie die Unterkunft in Ibach künftig wieder für die Unterbringung von Erwachsenen und Familien genutzt. Dadurch erhöht sich die Aufnahmekapazität im Biberhof von 40 auf rund 70 Plätze.
Ebenfalls in Ibach führt der Wechsel zu einer Erhöhung der Kapazität.
Mit der Erweiterung der kantonalen Gesamtkapazität können die Personen aus dem Asylbereich länger in den kantonalen Strukturen verbleiben, bevor sie in die Gemeinden übertreten. Dies entlastet die Gemeinden bei der Aufnahme und Unterbringung und gibt ihnen mehr Zeit, die notwendigen Kapazitäten zu planen und bereitzustellen.








