Für den Kanton Schwyz als Aufsichtsbehörde hat es keinen Grund gegeben, beim Spital Einsiedeln einzugreifen. Dort hatten alle sieben Assistenzärzte der Inneren Medizin gekündigt.
Einsiedeln
Das Spital Einsiedeln in Einsiedeln SZ. - Nau
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Kantonsrat Antoine Chaix (SP) hatte sich nach der Kündigungswelle im Spital Einsiedeln mit einer Kleinen Anfrage beim Regierungsrat erkundigt, ob die Trägerschaft des Spitals, die Spitalgruppe Ameos, in der Lage sei, die Grundversorgung entsprechend der vorgeschriebenen gesundheitspolitischen Vorgaben zu gewährleisten.

Der Regierungsrat bejaht diese Frage in seiner am Montag veröffentlichten Antwort indirekt. Der Kanton habe als Aufsichtsbehörde wegen der Kündigung der Assistenzärzte dem Spital weder die Betriebsbewilligung entziehen noch den kantonalen Leistungsauftrag ganz oder teilweise streichen müssen, erklärte er.

Die Ameos Spitalgruppe konnte nach eigenen Angaben die seit Juli frei werdenden sieben Stellen ohne Unterbruch wieder besetzen. Die Gesundheitsversorgung sei zu jedem Zeitpunkt gewährleistet gewesen, teilte das Unternehmen mit.

Kanton ist nur Leistungseinkäufer in den Spitälern

Im Kanton Schwyz gibt es kein Kantonsspital, sondern nur regionale Spitäler, die privatrechtlich organisiert sind und unterschiedliche Trägerschaften haben. Der Kanton tritt als Leistungseinkäufer auf und erteilt Betriebsbewilligungen.

Das Spital von Einsiedeln wurde bis 2020 von der Stiftung «Krankenhaus Maria zum finstern Wald» betrieben. Weil es unter finanziellen Problemen litt, übergab die Stiftung den Betrieb der Ameos-Gruppe. Diese führt in der Schweiz ferner das Seeklinikum Brunnen SZ und in verschiedenen Städten Arztpraxen. Schwergewichtig ist die in Zürich ansässige Gruppe in Deutschland und Österreich tätig.

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