In der Gemeinde Schwyz wird die Badstrassenunterführung ab Montag, 4. April bis Dezember 2022 saniert und für den motorisierten Verkehr gesperrt.
Sanierungsarbeiten an der Badstrassenunterführung in Seewen
Die Badstrassenunterführung in Seewen wird saniert - Gemeinde Schwyz

Die Badstrassenunterführung, die Unter- und Oberseewen verbindet, weist alterungsbedingte Abnützungen und Schäden an der Bausubstanz auf. Eine Sanierung ist notwendig. Die entsprechenden Arbeiten beginnen am Montag, 4. April 2022 und dauern voraussichtlich bis im Dezember 2022. Die Strassenunterführung bleibt in dieser Zeit für den motorisierten Verkehr gesperrt.

Das Dorf Seewen wird durch die SBB-Bahnlinie und die Bahnhofstrasse zweigeteilt. Die Badstrassenunterführung stellt dabei eine direkte Verbindung zwischen Ober- und Unterseewen her. Das Bauwerk wurde 1965 in Betrieb genommen und löste den damaligen Niveauübergang beim Rössli ab. Die Betonkonstruktion der rund 35 Meter langen Unterführung ist als kastenförmiger Reckteckquerschnitt ausgebildet.

Ebenfalls Bauwerksbestandteil sind die beidseitigen Auf und Abfahrtsrampen mit einer Länge von rund 30 Metern. Bis Mitte der 80er-Jahre gehörte die Badstrasse zum kantonalen Strassennetz. Im Rahmen einer Bereinigung trat der Kanton Schwyz die Badstrasse samt Unterführung an die Gemeinde Schwyz ab.

Sanierungsbedarf

Seit Inbetriebnahme sind keine grösseren Sanierungsmassnahmen angefallen. Zwischenzeitlich weist das Bauwerk jedoch diverse alterungsbedingte Schäden auf. Typische Schadensbilder sind Betonabplatzungen, Kalkaussinterungen an der Betonoberfläche, freiliegende sowie korrodierte Bewehrungseisen, Belagsschäden, defekte Entwässerungsleitungen und schadhafte Fugen.

Zudem ist das Bauwerk nicht mehr ausreichend vor schädlichen Einwirkungen geschützt, da die vorhandenen Abdichtungen das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben. Die materialtechnischen Untersuchungen am Bauwerk haben gezeigt, dass die statisch relevanten Tragstrukturen intakt sind.

Sanierung für eine Nutzungsdauer von 40 Jahren

Um die Funktionstüchtigkeit zu erhalten und zur Vermeidung von Folgeschäden an der Baustruktur, sind umfassende Erhaltungsmassnahmen notwendig. Die geplanten Sanierungsarbeiten umfassen grossflächige Betoninstandsetzungen an der Bauwerksinnenseite.

Dazu wird der schadhafte Beton abgetragen und anschliessend reprofiliert. Bestandteil der Arbeiten sind zudem die Erneuerung der Bauwerksabdichtung, der Ersatz der Belags- und Entwässerungsleitungen sowie die Erneuerung der Absturzsicherungen.

Vorarbeiten für den Ausbau der Bahnhofstrasse

Der Kanton plant in den nächsten Jahren die Bahnhofstrasse ab der Einmündung Riedmattli bis zum Kirchweg zu sanieren und auszubauen. Das bereits genehmigte Strassenbauprojekt sieht vor, den Strassenquerschnitt mit einem mittigen Mehrzweckstreifen zu ergänzen. Damit wird eine Verbesserung des Verkehrsflusses und die Erhöhung der Verkehrssicherheit bezweckt.

Durch den Ausbau der Bahnhofstrasse wird eine bergseitige Verschiebung des Trottoirs notwendig, womit auch Anpassungen an der Badstrassenunterführung verbunden sind.

Dabei wird die Deckenplatte bergseitig verlängert und der Treppenlauf der neuen Strassengeometrie angepasst. Um diese Massnahmen optimal in die Bauwerkssanierung einzubinden, haben sich die Gemeinde Schwyz und der Kanton Schwyz abgesprochen.

Verkehrseinschränkungen und Bauzeit

Die Bauarbeiten an der Badstrassenunterführung starten am 4. April 2022 und werden voraussichtlich bis Anfang Dezember 2022 abgeschlossen (ohne Deckbelag). Aufgrund der begrenzten Platzverhältnisse und zur Gewährleistung der Arbeitssicherheit, bleibt die Badstrassenunterführung während der gesamten Bauzeit für den motorisierten Verkehr gesperrt.

Der Verkehr wird via Acherlikreisel/Autobahnanschluss umgeleitet. Da die Badstrasse auch für den Langsamverkehr eine wichtige Unterführung darstellt und eine vertretbare Alternativroute für den Veloverkehr nicht vorhanden ist, wird der Bauablauf so konzipiert, dass die Benutzung für den Langsamverkehr grösstenteils auch während der Bauzeit gewährleistet ist.

Entsprechend wird ein provisorischer Schutztunnel errichtet. Für den Bahnverkehr sowie den Verkehrsfluss auf der Bahnhofstrasse entstehen keine Einschränkungen.

Lärmemissionen und Baukosten

Insbesondere der Abtrag der schadhaften Betonschichten ist mit erheblichen Lärmemissionen verbunden. Die Baukosten für die Instandsetzungsarbeiten betragen rund 1,2 Millionen Franken.

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