Die Schwyzer Regierung will die Bundesverordnung abwarten und erst dann prüfen, in welchem Umfang der Kanton Institutionen der familienergänzenden Kinderbetreuung unterstützen will. Dies schreibt sie in ihrer Antwort auf eine kleine Anfrage von SP-Kantonsräten.
Kita
Eine leere Garderobe in einer Kita. (Symbolbild) - Keystone

Das Departement des Innern sei sich der Bedeutung der familienergänzenden Betreuungsangebote für Gesellschaft und Wirtschaft bewusst, heisst es in der am Montag veröffentlichten Antwort. Bei Bedarf könnten die Gemeinden private Einrichtungen unterstützen oder eigene Angebote führen.

Die Regierung macht in ihrer Antwort auf die Anfrage der beiden SP-Kantonsräte Jonathan Prelicz und Thomas Büeler darauf aufmerksam, dass die Bundesversammlung am 8. Mai in der ausserordentlichen Session beschlossen habe, dass der Bund die Institutionen der familienergänzenden Kinderbetreuung mit 65 Millionen Franken unterstützen soll.

Dazu werde der Bundesrat bis am 20. Mai eine Verordnung erlassen. Dabei ist vorgesehen, dass die Institutionen für entgangene Betreuungsbeiträge der Eltern entschädigt werden sollen. «Mit dem Zustandekommen dieser Bundeslösung zeichnet sich eine schweizweite Lösung ab», hält die Regierung fest.

Sie stellt in Aussicht, dass sie prüfen werde, in welchem Umfang sich der Kanton Schwyz daran beteiligen werde, sobald die entsprechende Bundesverordnung zur Umsetzung vorliege.

Auch die Urner Kantonsregierung muss Fragen beantworten zur Lage der Kinderbetreuung und möglichen Finanzhilfen in der Coronapandemie. Der Landrat hiess an seiner Sitzung vom Montag eine dringliche Interpellation aus den Reihen der CVP knapp gut.

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