Trotz starker Leistung im Cupspiel verloren die VIPERS InnerSchwyz am Samstag, den 2. Oktober 2021 zu Hause in Rothenthurm gegen den A-Ligisten UHC Thun.
Im Bild sind rechts Damian Furrer (Nr. 24) und links Pascal Holdener (Nr. 25) zu sehen, wie sie gegen den A-Ligisten UHC Thun im 1/32-Cup-Final des Mobiliar Cups Paroli bieten. - VIPERS InnerSchwyz

Die weither angereisten Thuner mussten schnell merken, dass die VIPERS InnerSchwyz nicht gewillt waren, sich zu Hause in Rothenthurm kampflos geschlagen zu geben. Es wurde von der ersten Sekunde an regelrecht um den Ball gestritten in diesem 1/32-Final des Mobiliar Cups.

Der Klassenunterschied wurde beim Spiel deutlich

Thun ging verdient in Führung, doch dank der hohen Einsatzbereitschaft und durch freche Konterangriffe bekamen die Hausherren in der 20. Minute einen Penalty zugesprochen, welcher von Captain Marco Gwerder souverän in Punkte umgemünzt wurde. Nach Wiederanpfiff gelang es dem Heimteam gar, mit 3:1 in Führung zu gehen – der Zeitpunkt, zu dem bereits der eine oder andere zu träumen begann. Nach einem unglücklich abgelenkten Gegentor und einem selbstverschuldeten Gegentreffer beim eigenem Powerplay hatten die Berner den Ausgleich eiskalt erzwungen.

Mit neuem Elan ausgestattet, rollten die Thuner Angriffe wieder und zum Ende des zweiten Drittels stand es 3:4 für den A-Ligisten. Im letzten Drittel wurde der Klassenunterschied dann umso deutlicher. Die «Innerschwyzer Buebe» versuchten Druck auf das nun noch deutlich stärkere Thun zu machen und wurden Mal um Mal ausgekontert. Das harte Verdikt zum Schluss war die 3:8-Niederlage der 1.Liga-VIPERS.

Die VIPERS hatten noch eine offene Rechnung mit Bassersdorf-Nürensdorf

Der eine oder andere VIPERS-Spieler spürte beim Einwärmen gegen Unihockey Bassersdorf-Nürensdorf in deren Heimhalle Hatzenbühl die schweren Beine, die noch von der Samstagspartie herrührten. Dabei ist bekannt, dass UBN sehr lauffreudig ist, was damals – vor einem Jahr – denn auch zur unglücklichen Kanterniederlage gegen die Männer aus der Flughafenregion geführt hatte.

Das Team aus dem Schwyzer Talkessel vermochte sich zu Beginn des Spiels überhaupt nicht gegen die flinken Zürcher zu behaupten – weshalb diese sich nach dem ersten Drittel einen Dreitorevorsprung gutschreiben lassen konnten. Im Mitteldrittel erhöhte das Heimteam zwischenzeitlich auf einen Zwischenstand von 6:1. Wohl kaum jemand glaubte noch an einen Sieg in den Reihen der VIPERS. Als sie aber noch eingehender dazu ermutigt wurden, ihr Spielkonzept des schnellen Spielens und mutigen Nachvornegehens konsequenter umzusetzen, wurde die Initialzündung in den Köpfen der Talkessler getätigt.

Der Mut der VIPERS wurde belohnt

UBN hatte zwar nach wie vor mehr Ballbesitz, doch plötzlich waren es die InnerSchwyzer Mannen, welche die Tore schossen. Wo sich UBN mal auf einem Pölsterchen von fünf Toren ausruhen konnte, lagen dieselben in der 52. Minute bloss noch mit 8:6 in Vorsprung. Mit dem neuangefachten und unbändigen Glauben des gesamten Teams, schaffte die InnerSchwyzer Equipe in der 58. Spielminute tatsächlich den Ausgleich und konnte ihn halten, womit es dann auch sogleich in die Verlängerung ging.

Weil die mutige Einstellung der Spieler Früchte getragen hatte, entschied der Trainer, Dat Nguyen, «All-In» zu gehen – schliesslich durfte man sich von da an einen gewonnenen Punkt gutschreiben lassen, nicht zwei verlorene. Das Fanionteam der VIPERS wurde für seinen Mut belohnt und bereits in der 1. Minute der Nachspielzeit liess der Hüne Holdener das Netz der Zürcher zappeln und seine VIPERS jubeln.

Am Wochenende stehen die nächsten zwei Pflichtspiele an

Dank dieses Willenssieges gegen UBN stehen die Schwyzer auf dem 5. Tabellenrang und sind nun zwei Punkte vor Bassersdorf-Nürensdorf. Die Talkessler haben demonstriert, dass in dieser Saison eine schlagfertige Truppe auf Punktejagd ist. Bereits am kommenden Wochenende stehen wieder zwei Pflichtspiele auf dem Programm. Am Samstag wird der UHC Laupen empfangen und am Sonntag geht es ins «Rhintel» zu den Rheintal Gators nach Widnau. Man darf gespannt sein, ob die Offensive ihren Torschnitt pro Spiel weiterhin behaupten kann und ob die Defensive sich steigern wird.

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