Nicht drin was drauf steht war bei mehreren Wasch- und Reinigungsmitteln, die das Labor der Urkantone im vergangenen Jahr genauer unter die Lupe genommen hat.
Waschmaschine Frau Weichspüler Einspülschublade
Waschmittel und Weichspüler sollten in die jeweils dafür vorgesehenen Fächer gefüllt werden, da sonst die Wäsche nicht richtig gereinigt wird. - Christin Klose/dpa-tmn

Bei sämtlichen 30 kontrollierten Produkten war das Sicherheitsdatenblatt mangelhaft. Zusätzlich seien 40 Prozent der Produkte falsch eingestuft gewesen, schreibt das Labor in seinem Jahresbericht 2021. Konkret seien den Produkten seitens der Hersteller harmlosere Eigenschaften zugeschrieben worden als die Kontrollberechnung aufgrund der Inhaltsstoffe ergeben habe.

Die Kennzeichnung, die für Privatpersonen die wichtigste Informationsquelle über die Gefahren eines Produktes ist, war ebenfalls in 87 Prozent der Fälle mangelhaft.

Die meisten beanstandeten Produkte konnten nach Beseitigung der Mängel auf dem Markt verbleiben. Einzelne Produkte mussten jedoch vom Markt genommen werden.

Viel zu beanstanden hatten die Kontrolleure auch bei Nahrungsergänzungsmitteln. Sie enthielten Zutaten oder Heilanpreisungen, die nicht den lebensmittelrechtlichen Bestimmungen entsprachen. Bei einem Produkt war der Selengehalt 90 Prozent überdosiert.

Proben enthielten keine krankmachende Keime

Vergleichbar mit den letzten Jahren waren laut dem Labor die Befunde bei den Lebensmittelproben. Von 1337 untersuchten Lebensmitteln mussten 110 Proben beanstandet werden, insbesondere Spätzli, Gemüse und Teigwaren. Die gute Nachricht: Keine der Proben enthielt krankmachende Keime wie Salmonellen, Listerien oder enterohämorrhagische Escherichia Coli.

Die Kontrolleure führten 2021 insgesamt 1721 Lebensmittelinspektionen in Gastrobetrieben durch. In 8 Fällen lagen gravierende Mängel vor. 216 Male waren die vorgefundenen Lebensmittel zu beanstanden.

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