Kirchdorf BE: Fusions-Check – Bilanz fällt gemischt aus
Der Gemeinderat von Kirchdorf BE hat die dritte Erhebung des Fusions-Checks zur Kenntnis genommen. Bei der Hälfte der Kriterien verläuft die Fusion positiv.

Der «Fusions-Check» der Fachhochschule Graubünden ist ein Instrument zur Erfolgsmessung von Gemeindefusionen. Es basiert auf 47 Indikatoren und berücksichtigt damit die heterogene und föderalistisch geprägte Gemeindelandschaft der Schweiz. Das Messinstrument steht mittlerweile bei 73 Fusionsgemeinden in sechs Kantonen im Einsatz.
Am 1. Januar 2018 haben sich die Gemeinden Gelterfingen, Kirchdorf, Mühledorf und Noflen zur neuen Gemeinde Kirchdorf zusammengeschlossen. Die Gemeinde Kirchdorf zählte per 31. Dezember 2024 1’853 Einwohner/innen. Der Fusions-Check wurde für diese Fusion erstmals für das Jahr 2016 durchgeführt (Zeitpunkt vor Fusion, t=0).
Die zweite Erhebung fand für das Jahr 2019 statt (Zeitpunkt t=1) und die dritte Erhebung für das Jahr 2024 (Zeitpunkt t=2).
Die Fusion verläuft bei der Hälfte der Kriterien positiv
Im Bericht werden die Ergebnisse der letzten Erhebung von 2024 präsentiert. Es zeigt sich, dass die Fusion zwischen Gelterfingen, Kirchdorf, Mühledorf und Noflen im langfristigen Vergleich bei der Hälfte der Kriterien positiv verläuft (z. B. Bürgernähe) und bei den anderen Kriterien tiefere Werte zeigt (z. B. politisches Vertrauen). Die Fachhochschule hält fest, dass die negativen Werte stark von der Bevölkerungsbefragung getrieben sind.
Diese Bevölkerungsbefragung hatte eine sehr tiefe Beteiligung (unter 1 %) – die Ergebnisse sind daher nur beschränkt aussagekräftig. Es handelt sich mehr um Einzelmeinungen.
Der Gemeinderat hat die Auswertung des Fusions-Check zur Kenntnis genommen und stellt sie der Bevölkerung zur Verfügung.






