Altersumfrage 2025 zeigt Handlungsbedarf
Die Gemeinde Schübelbach wertet die Altersumfrage 2025 aus: Bedürfnisse, Wünsche und Sorgen älterer Menschen fliessen in die künftige Planung ein.

Wie die Gemeinde Schübelbach berichtet, führte sie vom 14. August bis 30. September 2025 eine umfassende Bevölkerungsbefragung zum Thema Wohnen und Leben im Alter durch. Ziel war es, die Bedürfnisse, Erwartungen und Ängste der Bevölkerung besser zu verstehen und daraus Grundlagen für die künftige Alters- und Pflegepolitik abzuleiten.
In einem Abschlussbericht wurden die Ergebnisse der Altersbefragung 2025 der Gemeinde Schübelbach zusammengefasst und daraus strategische und langfristige, aber auch mögliche kurzfristige operative Massnahmen abgeleitet.
Ziel ist es, eine lebenswerte, altersgerechte Gemeinde zu schaffen und die Selbständigkeit, Sicherheit und soziale Teilhabe älterer Menschen nachhaltig zu fördern. Der gezielte Ausbau von betreuten Wohnformen, die Planung eines neuen Pflegezentrums und die nachhaltige Unterstützung pflegender Angehöriger bilden zentrale Bausteine, um den demografischen Wandel aktiv zu gestalten.
Die bereits in Bearbeitung befindliche Altersstrategie wird durch die Ergebnisse dieser Bevölkerungsbefragung ergänzt und weiter konkretisiert.
Grosses Interesse an Altersvorsorge
Erfreulicherweise haben 946 Personen an dieser Befragung teilgenommen, was etwa einem Zehntel der Bevölkerung entspricht. 41.8 Prozent der Teilnehmenden wohnen in Siebnen, 29,8 Prozent in Schübelbach und 28,4 Prozent in Buttikon. Die Kernzielgruppe 55+ war am stärksten vertreten. Nachfolgend werden die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst .
Eine Mehrheit der Befragten befürwortet den Ausbau der lokalen Pflegeinfrastruktur. Dabei steht für die Schübelbachnerinnen und Schübelbachner neben der Lage vor allem die Qualität der Pflege und des Personals im Vordergrund.
Weiter zeigt sich, dass aus finanziellen und Effizienz-Gründen eine regional abgestützte Lösung angestrebt wird – dies sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich. Denkbar wären neben der Abstimmung der Angebote und Kapazitäten und regelmässigen Koordinationstreffen mit Schlüsselpersonen aus den Nachbargemeinden auch eine gemeinsame Finanzierung von Fachstellen, wie die Projektgruppe APHO in ihrem Abschlussbericht ausführt.
Wunsch nach neuen Wohnformen
Beim Thema Sorgen zeigt sich, dass Selbständigkeit für die Bevölkerung von Schübelbach ein grosses Bedürfnis ist. Der überwiegende Teil der Befragten möchte möglichst lange zu Hause wohnen bleiben, auch im Pflegefall.
Gleichzeitig besteht ein deutlicher Wunsch nach neuen Wohnformen. Daher überrascht es nicht, dass die Mehrheit der Befragten dem Modell «Alterswohnungen mit Service» positiv gegenübersteht.
Viele der Befragten kommunizieren eine grundsätzliche Bereitschaft, Angehörige oder Nachbarn zu pflegen. Jedoch besteht eine klare Erwartung, dass die Gemeinde Unterstützungsstrukturen bereitstellt.
Soziale Einbindung älterer Menschen stärken
Lösungen, die in der Projektgruppe in der Alterskommission der Gemeinde diskutiert werden, sind zum Beispiel der Aufbau von Tagesstrukturen und einer Koordinationsstelle sowie eines Angehörigen-Netzwerks. Hilfreich könnten sicher auch Weiterbildungs- und Schulungsprogramme für pflegende Angehörige sein.
Bei der sozialen Einbindung zeigt sich, dass vor allem sehr alte Menschen oder Zugezogene die Altersangebote der Gemeinde Schübelbach noch zu wenig kennen. Eine grössere Präsenz in allen Ortsteilen und die Nutzung verschiedener Kommunikationskanäle könnte die Sichtbarkeit bei der Bevölkerung erhöhen.
Neben der gedruckten Agenda65+ wäre auch eine Online-Plattform mit Veranstaltungskalender, Angeboten und Beratungsinformationen denkbar.










