Alte Zähler weichen neuer Smartmeter-Generation
Gemeinsam mit Nachbargemeinden modernisiert Schübelbach seine Stromzähler. Die neuen Smartmeter bringen mehr Transparenz und Effizienz ins Stromnetz.

Um den Anforderungen des revidierten Stromversorgungsgesetzes (StromVG) gerecht zu werden, müssen die Märchler Elektrizitätswerke ihre alten Stromzähler in ihrem Netzgebiet durch Smartmeter ersetzen, berichtet die Gemeinde Schübelbach. Dafür arbeiten sie zusammen.
Das Stromversorgungsgesetz (StromVG) und die Stromversorgungsverordnung (StromVV) wurden nach der Verabschiedung im Parlament im September 2023 und dem Ja des Schweizer Volks im Juni 2024 revidiert. Die Revision sieht unter anderem eine Umrüstung sämtlicher Stromzähler auf ein intelligentes Messsystem vor.
Im Gegensatz zum alten Stromzähler misst ein sogenannter Smartmeter nicht nur die verbrauchte Energie, sondern auch, zu welchem Zeitpunkt diese verbraucht wurde. Bis Ende 2027 müssen 80 Prozent aller Messeinrichtungen in der Schweiz «smart» sein.
Früh umgestellt – jetzt folgt die nächste Generation
In Galgenen, Tuggen, Reichenburg, Wangen, Lachen und Schübelbach hat man die Zeichen der Zeit schon früh erkannt und bereits vor 15 Jahren auf intelligente Stromzähler umgestellt. Diese Gemeinden erfüllen die Anforderungen des Bundes also bereits.
Da die Smartmeter ab 2027 aus Datenschutzgründen neu verschlüsselt sein müssen, gilt jedoch auch für sie, auf Smartmeter der neusten Generation umzurüsten. Hierfür arbeiten die Märchler Gemeinden eng zusammen.
Pilotphase abgeschlossen
Die Gemeinden Altendorf, Lachen, Wangen, Galgenen, Tuggen, Reichenburg, Wangen, Innerthal und Schübelbach rücken näher zusammen und nutzen für die Beschaffung und die Inbetriebnahme der insgesamt 26 000 Zähler Synergien.
So kümmert sich ein übergreifendes Team aus Vertretern der verschiedenen Elektrizitätswerke um diesen sogenannten «Zweiten Roll-Out», wobei die Aufgaben untereinander aufgeteilt werden.
Nach der öffentlichen Ausschreibung wurden im November 2025 in einem Pilotprojekt über die March verteilt mehrere Hundert Smartmeter installiert und getestet. Nach der Auswertung haben die Gemeinden in unterschiedlichem Tempo mit der Installation und Umstellung begonnen.
Ziel ist, dass bis Ende 2032 alle beteiligten Gemeinden mit den neuen intelligenten Zählern ausgerüstet sind.
Messkosten werden neu separat ausgewiesen
Seit Januar 2026 müssen die Kosten für das Messen der Stromflüsse aus dem Netznutzungstarif herausgerechnet und als eigene Komponente ausgewiesen werden.
Dadurch soll die Transparenz der Messkosten für das Betreiben und Unterhalten der Messeinrichtung sowie das Auslesen und die Datenverarbeitung erhöht werden.
Mehr Transparenz und Kontrolle
Smartmeter liefern präzise Verbrauchsdaten in Echtzeit und ermöglichen so eine effizientere Steuerung des Stromnetzes. Sie helfen, erneuerbare und dezentrale Energiequellen wie zum Beispiel eine Photovoltaik-Anlage besser ins Netz zu integrieren.
Der Netzbetreiber stellt dem Endverbraucher die erhobenen Daten in geeigneter Form zur Verfügung, beispielsweise mit einer Visualisierung auf einem Kundenportal. So lassen sich Stromfresser entdecken und der Konsument kann seinen Verbrauch optimieren.









